Feuer: Feuerwehr rettet fünf Menschen aus verqualmtem Wohnhaus.

Dichter Rauch drang aus dem Fenster der Brandwohnung im ersten Obergeschoss.
Dichter Rauch drang aus dem Fenster der Brandwohnung im ersten Obergeschoss.

Dichter Rauch drang aus dem Fenster der Brandwohnung im ersten Obergeschoss.

Simone Bahrmann

Dichter Rauch drang aus dem Fenster der Brandwohnung im ersten Obergeschoss.

Wülfrath. Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei am Donnerstagvormittag in Rohdenhaus: Gegen 9.20 Uhr hatten mehrere Anrufer einen Brand in einem dreigeschossigen Wohngebäude an der Straße Bringmannshaus gemeldet. Aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss drang starker Rauch, als die Einsatzkräfte wenig später eintrafen. Fünf Bewohnern von darüberliegenden Wohnungen war der Fluchtweg durchs Treppenhaus durch den Qualm versperrt - die Menschen standen am Fenster und riefen um Hilfe, berichtete der stellvertretende Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Florian Gerstacker.

Familie mit Kleinkind war im Dachgeschoss gefangen

Besonders dramatisch war die Situation für eine Familie mit einem Kleinkind in der Dachgeschosswohnung unmittelbar über dem Brandherd. Die Feuerwehr rettete sie über die Drehleiter, die an der Rückseite des Hauses in Position gebracht wurde. Zwei weitere Mieter des Sechsfamilienhauses wurden mit sogenannten Fluchthauben in Sicherheit gebracht. Alle mussten mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

In der Brandwohnung selbst war niemand - die Feuerwehr musste die Tür aufbrechen, um sich Zutritt zu verschaffen. Wie die Experten der Polizei später feststellten, war das Feuer von einem angeschalteten Elektroherd ausgegangen. Das überhitzte Gerät habe zunächst eine Schwelbrand ausgelöst, der dann auf die gesamte Kücheneinrichtung übergriff, berichtete Polizeisprecher Ulrich Löhe. Der entstandene Schaden wird auf mindestens 25000 Euro geschätzt, die Wohnung und die unmittelbar darüber sind vorerst nicht zu nutzen. Durch Löschwasser und Rauch ist aber das gesamte Gebäude beschädigt worden.

40 Feuerwehrleute, darunter Unterstützungskräfte aus Velbert, zwei Notärzte und vier Rettungswagen, waren im Einsatz. Während der Bergungs- und Löscharbeiten sperrte die Polizei den Brandort weiträumig ab.

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