Grundschulverbund: Der Beschluss soll am 24. April gefasst werden.

Wülfrath. Das macht die Verwirrung perfekt: Bekanntlich soll Marlies Leuth die Grundschule Lindenstraße leiten - im Verbund mit der Grundschule Rohdenhaus. Die leitet sie bekanntlich schon seit Jahren. Doch: Wann und ob es zum Verbund kommt - das ist noch gar nicht geklärt.
 
Der Schulausschuss hat dieses Thema noch nicht beraten. Für Schulrat Erhard Steinbrink ist indes klar: "Ich möchte Frau Leuth so schnell wie möglich an der Lindenschule sehen. Sie hat sich schließlich dafür beworben." Und der Haupt- und Finanzausschuss hat sie gewählt.
 
Für die Grundschule Rohdenhaus könnte das zur Folge haben, dass sie dann erst einmal ohne ordnungsgemäße Leitung da steht. "Für den Fall würde ich Frau Leuth als kommissarische Leitung in Rohdenhaus einsetzen", so Steinbrink zur WZ.

Dieses, das betont er ausdrücklich, sei aber in keinem Fall eine Präjudizierung "pro Verbundschule". Der Schulträger und die Politik seien völlig frei in der Entscheidung. Er sei gerne bereit, der Stadt in der Frage Verbundschule oder auch Zukunft der Grundschule Rohdenhaus zu beraten. "Das ist bisher aber nicht geschehen", so Steinbrink.

Bei Ernennung soll die sofortige Versetzung erfolgen

Steinbrink kündigt gegenüber der WZ an, dass er Leuth sofort zur Lindenschule versetzen werde, sobald die Bezirksregierung die entsprechende Ernennung veranlasst. "Bisher habe ich aber nichts in den Händen. Ich recherchiere noch, warum die Ernennung noch nicht erfolgt ist."

Der Haupt- und Finanzausschuss hatte Leuth und Birgit Haske (Grundschule Ellenbeek) als neue Schulleiterinnen gewählt. Im Rat danach hatten CDU und SPD die Veräußerung der Rohdenhauser Schule ins Gespräch gebracht.

Der Schulausschuss wird das Thema Verbundschule am Dienstag, 24. April, 17 Uhr (im Rathaussaal) beraten. Die Stadt schlägt die Gründung eben dieses Verbandes zwischen Lindenschule und Rohdenhaus vor. Die Schulaufsichtsbehörde muss dies genehmigen. Die Stadt macht deutlich, dass nur der Schulverbund auf Dauer den Schulstandort Rohdenhaus sichern kann.
 
"Wichtig dabei ist, dass der Standort Rohdenhaus als Schulstandort erhalten bleibt und somit eine ortsnahe Beschulung gewährleistet wird", schreibt die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage - somit könnte der Schulverbund auch eine Abstimmung über den Schulstandort werden.

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