Entwürfe einer Essener Agentur zeigen die Chancen auf, die ein Alleenradweg auch für den Standort Wülfrath bieten könnte. Die Bürgermeisterin sieht Unterstützung auf Kreisebene.

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Heute eher unattraktiv, könnte durch den Alleenradweg der Zugangsbereich des Zeittunnels deutlich aufgewertet werden. (Fotobearbeitung: Simone Bahrmann / Entwurf: DTP)

Heute eher unattraktiv, könnte durch den Alleenradweg der Zugangsbereich des Zeittunnels deutlich aufgewertet werden. (Fotobearbeitung: Simone Bahrmann / Entwurf: DTP)

Heute eher unattraktiv, könnte durch den Alleenradweg der Zugangsbereich des Zeittunnels deutlich aufgewertet werden. (Fotobearbeitung: Simone Bahrmann / Entwurf: DTP)

Wülfrath. Noch ist es nur eine Vision aus dem Hause Davids, Terfrüchte & Partner Essen: Ein prachtvoller Ausblick auf den Bochumer Bruch. Eine angemessene Anbindung mit attraktiven Auftritt des Zeittunnel-Vorplatzes. Am Computer ist der Alleenradweg längst eine Attraktion.

Eine Broschüre ist erstellt. Sie zeigt, dass der geplante Alleenradweg auf der Trasse der einstigen Niederbergbahn von Wülfrath nach Heiligenhaus mehr sein kann als nur ein Preiswert-Radweg. Markante Punkte an der Trasse könnten inszeniert und somit attraktiviert werden.

In Wülfrath würden - so sehen erste Entwürfe aus - Zeittunnel und der Bochumer Bruch ganz andere touristische Hausnummern werden. Im Stadtplanungsausschuss gab Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff einen ersten Zwischenbericht ab. Demnach haben erste Verhandlungen mit der Bahnentwicklungsgesellschaft (BEG) stattgefunden.

"Die Trassensicherung muss voran getrieben werden"

Positiv sind laut Lorenz-Allendorff auch die ersten Gespräche mit dem Landrat verlaufen. Sie gab sich in der Sitzung optimistisch, dass Wülfrath auf Hilfe hoffen kann. "Das Projekt Alleenradweg wird als regionale Aufgabe gesehen", sagte sie. Sie wies auch auf den zweiten Aspekt hin: die Circle Line - die Bahnstrecke bis zum Flughafen. "Die Trassensicherung muss deshalb voran getrieben werden."

Auf einer Länge von 7,7 Kilometern verläuft die Bahntrasse auf Wülfrather Gebiet. Die Realisierung eines Radweges darauf soll mit Hilfe des NRW-Förderprogramms "Alleenradwege" möglich werden. Der Rat hat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Der begrüßt nicht nur im Grundsatz die Idee eines Radweges. Er hat vor allen Dingen die Finanzen im Visier.

Mit einer gemeinsamen Resolution wollen sich die drei Städte beim Land um Fördermittel aus der Landesinitiative "Alleenradwege NRW" bewerben.

In Velbert könnte der Radweg auf der alten Bahntrasse etwa neun Kilometer lang werden, in Wülfrath 7,7 und in Heiligenhaus acht Kilometer.

In NRW gibt es bereits Rad- und Fußwege auf 108 ehemaligen Schienenstrecken, unter anderem in Solingen die Korkenziehertrasse. In Wuppertal setzt sich die Wuppertalbewegung für die Nordbahntrasse ein.

Denn: Einen Eigenanteil müssten Wülfrath schon zum Projekt beisteuern. Eine Größenordnung von 160 000 bis 170 000 Euro steht im Raum. Dafür, so der politische Wille, müsste ein Sponsor, Gönner oder Mäzen gefunden werden. Dass die Suche nach einem die Stadt entlastenden Finanzier keine bloße Aufgabe für die Verwaltung ist, machte Ausschuss-Vorsitzender Axel C. Welp (SPD) deutlich, der die Vertreter von CDU und FDP aufrief, ihre Parteifreunde auf Kreisebene für das Vorhaben zu sensibilisieren. Welp: "Das ist eine kreisbedeutsame Aufgabe. >Ich kämpfe dafür."

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