Die Lindenschule darf sich freuen: Der Hinterhof ist präpariert für einen Kletterparcours.

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So sehen stolze Sieger aus: Als solche dürfen sich die Landjugendlichen fühlen, die trotz widrigster Wetterbedingungen ihren Auftrag erfüllt haben. Das Klettergerüst der Lindenschule kann kommen.

So sehen stolze Sieger aus: Als solche dürfen sich die Landjugendlichen fühlen, die trotz widrigster Wetterbedingungen ihren Auftrag erfüllt haben. Das Klettergerüst der Lindenschule kann kommen.

Simone Bahrmann

So sehen stolze Sieger aus: Als solche dürfen sich die Landjugendlichen fühlen, die trotz widrigster Wetterbedingungen ihren Auftrag erfüllt haben. Das Klettergerüst der Lindenschule kann kommen.

Wülfrath. Sie haben es geschafft! Und die Landjugend benötigte nicht einmal die ganzen 72 Stunden, um den tristen Hinterhof der Lindenschule in einen bunten und kinderfreundlichen Ort, an dem jetzt ein Kletterparcours errichtet werden kann, zu verwandeln.

Unzählige Pinselstriche, Baggerschaufeln, Spatenstiche und vor allem Regengüsse später, begutachten alle Beteiligten erschöpft, aber überglücklich ihr vollbrachtes Werk. "Mit dem Endergebnis sind wir wirklich absolut zufrieden - ich hoffe nur, dass der Rollrasen und die Grassamen nicht vom Regen weggeschwemmt werden", sagt Franziska Hübner und schaut besorgt zum Himmel.

Das Wetter machte die Aktion zur Bewährungsprobe für die Helfer

Petrus hatte die letzten drei Tage wenig Erbarmen mit der fleißigen Truppe und machte die Aktion unter dem Motto "Wir fürs Land" zur Bewährungsprobe für die Jugendlichen und ihre Helfer.

Donnerstag, 18 Uhr: Noch unter blauem Himmel verkündet der "Agent" Bernd Kneer den Auftrag: Den Hof so herrichten, dass dort ein Kletterparcours installiert werden kann.

Freitag, 8.30 Uhr: 60 Tonnen Kies und etwa zwölf Tonnen Holzhäcksel türmen sich schon im Morgengrauen auf dem vorderen Schulhof der Lindenschule auf. Im hinteren Bereich graben sich zwei Bagger durch die Erdmassen.

Mithilfe von Treckern und kleinen Anhängern manövrieren die Jungen der Gruppe die ausgehobene Erde durch die einzige Ausfahrt zwischen Turnhalle und Sanitärbereich. "Stopp", brüllt Alexander Lutz, als bei dem Versuch das Nadelöhr mit den schweren Maschinen zu passieren, beinahe eine Kabeltrommel den Reifen eines Treckers zum Opfer fällt.

Mittags setzt Regen ein und verwandelt die Baustelle in eine Schlammgrube. Unermüdlich arbeitet die rund 15 Mann starke Gruppe trotzdem weiter. "Irgendwann wussten wir nicht mehr, ob wir darüber weinen oder lachen sollten", berichtet Melanie Korpis völlig durchnässt beim demontieren der Betonbänke.

Samstag, 13.30 Uhr: Es ist Regenpause. Die Arbeiten schreiten voran. Das Wiesengelände ist fast komplett 40 Zentimeter tief ausgekoffert und wird mit einer 15 Zentimeter dicken Schotterschicht befüllt. Während Florian Mielke die Rüttelplatte bedient, gestaltet Franziska Hübner ein Beet mit bunten Blumen und Pflanzsteinen.

Tatkräftig unterstützen sie dabei Charlotte Kneer und ihr Bruder, die beide auf die Lindenschule gehen. "Ich freue mich riesig auf das neue Spielgerüst", sagt Charlotte, während sie mit der Wasserwaage die Höhe der Pflanzsteine prüft. Alle Bänke werden mit bunten Farben bepinselt.

Leider hält der gepflasterte Untergrund den Maschinen nicht mehr Stand und beginnt aufzubrechen. "Das müssen wir alles wieder neu machen am Ende", sagen Anne Imbusch und Katja Wichelhaus geknickt, während sie eine Wand weiß streichen. Nun auch noch pflastern...

Sonntag, 12 Uhr: Es regnet. Aber die Gruppe hat es geschafft. Die Baugrube ist mit einer Holzhäckselschicht als Fallschutz befüllt worden. Alles strahlt in bunten Farben. Die braune Erde ist mit Rollrasen und Blumen bepflanzt, der zerstörte Boden ist wieder neu hergerichtet. Mit einem Feuerwehrschlauch werden die letzten Spuren beseitigt.

Am Abend sind die 72 Stunden vorüber und für die Ankunft des bestellten Spielgerüstes in wenigen Wochen ist alles vorbereitet. Um 18 Uhr überreichen die Mitglieder der Wülfrather Landjugend ihre beeindruckende Arbeit offiziell den freudestrahlenden Lehrern, Schülern und Eltern. Hut ab vor dieser Landjugend!

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