Realschule: Die Stadt investierte in den Naturwissenschaftstrakt.

Physik-Lehrer Winfried Zeh präsentierte am Dienstag die neue digitale Tafelanlage in der Realschule.
Physik-Lehrer Winfried Zeh präsentierte am Dienstag die neue digitale Tafelanlage in der Realschule.

Physik-Lehrer Winfried Zeh präsentierte am Dienstag die neue digitale Tafelanlage in der Realschule.

Simone Bahrmann

Physik-Lehrer Winfried Zeh präsentierte am Dienstag die neue digitale Tafelanlage in der Realschule.

Wülfrath. An die Tafel kommen macht jetzt Spaß! Der Schüleralptraum von quietschender Kreide, die über die Tafel knartzt und dem mulmigen Gefühl war einmal. Was vorher fast jedem Schüler Gänsehaut verursachte, ist nun hoch gefragt. "Die Schüler drängeln jetzt. Auf einmal wollen alle an die Tafel", schmunzelt Physik- und Kunstlehrer Winfried Zeh. An welcher Schule gibt es denn so etwas? "Die Realschule hat mächtig aufgerüstet", freut sich Schulleiter Frieder Winterberg.

Mit dem neuen "Active Board" zählt die Realschule zu den Vorreitern einer neuen multimedialen Unterrichtswelt. Die Naturwissenschaftliche Systemeinrichtung, kurz NAWIS, soll die naturwissenschaftlichen Räume aufpeppen und ermöglicht per Knopfdruck die Nutzung des Raumes ohne aufwendige Umbauarbeiten. Über den Köpfen der Schüler sind "Medienlifte" mit verschiedenen Anschlüssen angebracht, die bei Gebrauch heruntergeklappt werden können.

Im vergangenen Jahr begannen die Umbauarbeiten. Das Active-Board ist das i-Tüpfelchen der NAWIS und ermöglicht den Lehrenden eine neue Dimension der Präsentationstechnik. Kreidetafel adé: "Die interaktive Projektionsfläche verbindet die Möglichkeiten des Beamers und des Computers mit den Vorteilen der klassischen Tafel," erklärt Martin Presting von der Installationsfirma Hohenloher. Mit einem sogenannten "Quick-Pen" können Lehrer und Schüler auf der Projektionsfläche schreiben, zeichnen und sogar dank vorgefertigter Elemente Versuchsanordnungen darstellen.

160 000 Euro investierte die Stadt in die Aufrüstung der naturwissenschaftlichen Räume, davon 3000 Euro ins Active-Board. Eine sinnvolle Investition - da sind sich alle einig. Aufgezeichnete Tafelbilder, komplizierte Rechenwege können nun ganz einfach gespeichert werden und in der nächsten Stunde wiederverwendet werden. Auch die Vorbereitung der Lehrerschaft auf die kommende Stunde geschieht nun schon vorher praktisch von zu Hause aus und spart so Zeit.

Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff zeigt sich begeistert: "Mit dieser Ausrüstung sind wir einen Meilenstein weiter gekommen. Die Kinder werden Spaß beim Lernen haben." Noch müssen aber die Lehrer pauken: Bis der Umgang mit dem neuen Gerät auch wirklich sitzt, heißt es lernen, lernen, lernen. Schulverwaltungsamtsleiter Dietmar Ruda sieht positiv in die Zukunft: "Das Active-Board könnte möglicherweise ein Einstieg auch für die anderen Schulen sein!"

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