Bildung: Insgesamt besuchen diesmal mehr als 400Kinder den „Lernort Natur“ des Hegerings im Düsseler Wald.

„Wie heißt das Tier?“ Hegeringleiter Reinhardt Weniger zeigt in seiner „rollenden Waldschule“ einer Gruppe von Grundschülern, welche Tiere im Wald leben oder dort Schutz suchen.
„Wie heißt das Tier?“ Hegeringleiter Reinhardt Weniger zeigt in seiner „rollenden Waldschule“ einer Gruppe von Grundschülern, welche Tiere im Wald leben oder dort Schutz suchen.

„Wie heißt das Tier?“ Hegeringleiter Reinhardt Weniger zeigt in seiner „rollenden Waldschule“ einer Gruppe von Grundschülern, welche Tiere im Wald leben oder dort Schutz suchen.

Simone Bahrmann

„Wie heißt das Tier?“ Hegeringleiter Reinhardt Weniger zeigt in seiner „rollenden Waldschule“ einer Gruppe von Grundschülern, welche Tiere im Wald leben oder dort Schutz suchen.

Wülfrath. Mit kurzem Flügelschlag überbrückt Mr. Harris Hawk, der Habichtsadler von Franz-Rudolf Schnurbusch, die kurze Strecke und landet auf dem Arm des sechsjährigen Simon. Schnurbuschs Vögel nehmen auch Blickkontakt auf, wenn sie auf dem Falknerhandschuh sitzen - respektvoll schauen die Kinder zurück, ganz geheuer scheint es ihnen nicht immer zu sein.

"Der Vogel hat keine Angst vor den Menschen und kommt deshalb immer wieder zurück", sagt Falkner Schnurbusch, der mit seinen drei Greifvögeln auf der Lehrveranstaltung "Lernort Natur" den Kindern die Tiere näher bringt. Simon, der mit seiner Klasse aus der Lindenschule kommt, ist beeindruckt. "Es macht viel mehr Spaß, im Wald zu sein, als zuhause vor dem Computer zu sitzen", sagt er.

Beim Naturverständnis herrscht noch großer Nachholbedarf

Genau darum geht es Hegeringleiter Reinhardt Weniger, der an einer zweiten Station im Düsseler Wald inmitten seines Jagdreviers steht und eine Schar von Kindern um die "rollende Waldschule" versammelt hat. Mit einem Stock zeigt er auf ausgestopfte Wildtiere in dem grünen Wagen und fragt, ob die Schüler einige davon erkennen. Das Raten beginnt.

"Viele Kinder wissen gar nicht, was für Tiere im Wald unterwegs sind, geschweige denn, wie sie heißen", berichtet Weniger vom Nachholbedarf, den die durchaus interessierten Kleinen noch haben. "Hier zeigen wir ihnen die natürlichen Zusammenhänge, und wie wichtig der Wald für uns alle ist", sagt Weniger.

Deshalb lädt er mit seinen Kollegen nun schon zum fünften Mal Wülfrather Schul- und Kindergartengruppen ein. Neben der Vogelstation und der rollenden Waldschule wird am dritten Stützpunkt mitten im Wald gefrühstückt und noch das eine oder andere erklärt. "Natürlich wollen wir dabei auch zeigen, dass Jäger nicht, wie im gängigen Vorurteil, nur in der Gegend rumballern, sondern dass wir uns um die Pflege und den Erhalt des Waldes kümmern", sagt Jäger Uwe Nielsen.

Nicht nur die Kinder, auch die Lehrer sind vom Angebot begeistert

Der Hegering hat Wülfrather Schulen und Kindergärten eingeladen, vom 18. bis 20. Mai zwischen 9 und 12 Uhr in den Düsseler Wald zu kommen.

Mit 418 Anmeldungen in diesem Jahr wird deutlich, wie gern die Schulen dieses zusätzliche Angebot in Anspruch nehmen.

Auf drei Stationen im und um den Wald, von denen jede rund dreißig Minuten dauert, lernen die Kinder die heimische Tierwelt kennen.

Die Lehrer und Erzieher nehmen das Angebot gerne wahr. Die Parkschule ist mit drei Klassen vor Ort, wie Lehrerin Karla Schultheiß berichtet. "Letztes Jahr haben wir auch schon mitgemacht. Für die Kinder ist das immer eine tolle Sache, manche von ihnen kommen ja im Grunde über das Jahr gesehen gar nicht in den Wald", sagt die Lehrerin, die passenderweise mit ihrer "Igelklasse" zum Lernort Natur gekommen ist.

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