Stadt wird sich an Kosten nicht beteiligen und prüft nun Optionen.

Wülfrath. Das Projekt Goethe-Passage wankt. Die Stadt wird dem Ansinnen des Geldgebers, die Entsorgung des Felsmassivs unter dem Stadthallen-Parkplatz mit mehr als einer Million Euro nicht nachkommen. Eine Art Erpressung - wie so mancher Politiker kritisierte. "Wir haben uns da festgelegt", bestätigt Bürgermeisterin Claudia Panke, dass die Fraktionsvorsitzendenrunde Donnerstagabend in dieser Frage einen klaren Kurs fährt. Das, betont sie, müsse aber nicht das Aus der Goethe-Passage bedeuten. Panke bekräftigt, dass es einen Vertrag gibt, "aus dem man nicht so ohne weiteres aussteigen kann". Ist Baurecht geschaffen, hat der Investor vier Monate Zeit, mit den Arbeiten zu beginnen. Während der Geldgeber offenbar schwankt, ist der Projektentwickler Pe-Ma-Re womöglich auf der Suche nach einem neuen Finanzier fündig geworden. Zumindest soll es Verhandlungen geben. "Mit wem wissen wir nicht", so Panke. Die Stadt lässt nun alle Optionen prüfen, "weil wir uns nicht gängeln lassen wollen", so die Bürgermeisterin. Der Druck solle etwas erhöht werden. Parallel bereite man sich auf unterschiedliche Szenarien vor. So wird auch ein Workshop für Politik und Planungsexperten vorbereitet. "Was ist möglich? Das ist die Fragestellung." Dabei soll auch die Perspektivenwerkstatt noch einmal beleuchtet werden. Panke: "Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Rat und Verwaltung sind zusammengerückt."

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