Am Heiligenhauser Weg haben Bagger und schwere Lkw Position bezogen. Der Ausbau für die Zufahrt zur A44-Baustelle beginnt.

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Am Freitag haben die Erdarbeiten für den Ausbau des Heiligenhauser Wegs begonnen. Asphaltiert wird erst im Frühjahr. Über den Weg werden im Zuge des A44-Baus rund 17.500 Lastwagenfahrten abgewickelt.

Am Freitag haben die Erdarbeiten für den Ausbau des Heiligenhauser Wegs begonnen. Asphaltiert wird erst im Frühjahr. Über den Weg werden im Zuge des A44-Baus rund 17.500 Lastwagenfahrten abgewickelt.

Am Freitag haben die Erdarbeiten für den Ausbau des Heiligenhauser Wegs begonnen. Asphaltiert wird erst im Frühjahr. Über den Weg werden im Zuge des A44-Baus rund 17.500 Lastwagenfahrten abgewickelt.

Wülfrath. Da ist Millimeterarbeit gefragt. Mit viel Gefühl und wenig Geschwindigkeit pilotiert der Fahrer der Linie 747 den großen Bus durch die Baustelle über den Dorfplatz. Bauarbeiter zeigen ihm an, wie viel Platz er an den Seiten noch hat. Daumen hoch. Die Fahrt geht weiter. Flandersbach-Mitte wird mehr und mehr zum Aufmarschplatz für schweres Gerät und noch schwerere Fahrzeuge: Die Vorbereitungen für die Zufahrt zur Brückenbaustelle der A44 laufen.

"Ein Weihnachtsbaum neben Baggern und Dixie-Klo - das geht gar nicht."

Bürgervereinsvorsitzender Dietmar Ruda zum Baum-Verzicht

Schon ab der Haltestelle Vogelsmühle ist der Belag der Flandersbacher Straße bis zum Karl-August-Knof-Platz abgefräst. Dort lässt sich nur erahnen, dass der Platz ansonsten ein heimeliger Treffpunkt der Flandersbacher ist. Das Pflaster ist weitgehend aufgenommen und türmt sich auf einer Länge von vier, fünf Metern zu einem kleinen Hügel.

Der Schnee der vergangenen Nacht hat ihn weiß gepudert. "Es ist kalt, aber die Arbeiten behindert das Wetter noch nicht", sagt Bauleiter Oliver Burgmann vom Generalunternehmer Eurovia aus Bottrop. Auch die angekündigten Minustemperaturen seien bei den Erdarbeiten noch kein Problem. "Erst wenn geschottert und asphaltiert wird, könnte es dann schwierig werden." Aber soweit ist man noch nicht.

Die Bäume zwischen dem Dorfplatz und dem Heiligenhauser Weg sind beschnitten. Ihre Stämme sind zum Schutz mit Holzlatten umringt. Am Heiligenhauser Weg beziehen Bagger und Laster Position. "Am Samstag beginnen wir dort mit den Erdarbeiten", sagt Burgmann. Ausweichbuchten werden angelegt, eine Brücke wird gebaut. Dann wird der Weg auf der gesamten Länge asphaltiert. "Das wird aber erst im Frühjahr der Fall sein." Bis dahin versuche man, die Belästigung so gering wie möglich zu halten. Burgmann: "Aber Baustelle ist Baustelle."

Dietmar Ruda, Vorsitzender des Bürgervereins Flandersbach, sieht sich bestätigt, "dass wir in diesem Jahr darauf verzichtet haben, einen Weihnachtsbaum auf den Platz aufzustellen. Neben Baggern und Dixie-Klo - das geht gar nicht."

Fast zehn Kilometer lang ist die geplante Autobahn, die vier Fahrbahn- und einen Standstreifen zwischen Ratingen-Ost und Velbert haben wird. Die Kosten werden mit 222 Millionen Euro beziffert.

Elf Brückenbauwerke - darunter fünf Talbrücken zwischen 129 und 391 Meter Länge - müssen errichtet werden. Alle Brücken haben zusammen eine Länge von rund 1,5 Kilometern mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern, was ungefähr fünf Fußballplätzen entspricht.

Rund 17.500 Lkw-Fahrten sollen auf der Baustraße stattfinden, um von der Baustelle für die A44 rund 350.000 Kubikmeter Erdaushub abzufahren. "Die Massentransporte beginnen aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2011", sagt Achim Frieling, stellvertretender Abteilungsleiter Bau bei Straßen NRW, auf Nachfrage. In Mai oder Juni werde die Ausschreibung erfolgen. "Erst dann wissen wir auch, wohin der Aushub transportiert werden soll", sagt Frieling weiter.

Aktuell läuft die Ausschreibung für das A44-Teilstück zwischen der Anschlussstelle im Bereich Möbel Rehmann bis zur Brücke Ganslandsiepen sowie den Bau der Brücke selbst. "Das Paket hat ein Volumen von 16 Millionen Euro", so Achim Frieling.

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