Die Stadt stellte am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss die Planung für die Tagesbetreuung für Kinder vor. Im Mai soll ein drittes Familienzentrum ausgewählt werden.

Angelina, Ramona, Melina und Sophie (v.r.) gehören zu den aktuellen U3-Kindern am Düsseler Tor. Die Platzzahl für die zwei- bis dreijährigen Mädchen und Jungen wird im Sommer dort ausgebaut.
Angelina, Ramona, Melina und Sophie (v.r.) gehören zu den aktuellen U3-Kindern am Düsseler Tor. Die Platzzahl für die zwei- bis dreijährigen Mädchen und Jungen wird im Sommer dort ausgebaut.

Angelina, Ramona, Melina und Sophie (v.r.) gehören zu den aktuellen U3-Kindern am Düsseler Tor. Die Platzzahl für die zwei- bis dreijährigen Mädchen und Jungen wird im Sommer dort ausgebaut.

Simone Bahrmann

Angelina, Ramona, Melina und Sophie (v.r.) gehören zu den aktuellen U3-Kindern am Düsseler Tor. Die Platzzahl für die zwei- bis dreijährigen Mädchen und Jungen wird im Sommer dort ausgebaut.

Wülfrath. Die Zahl der Mädchen und Jungen in den Kindertagesstätten sinkt. Die Zahl der Plätze für Zwei- bis Dreijährige steigt: Am Donnerstag legte die Stadt ihre Vorstellungen für das weitere Vorgehen in der Tagesbetreuung für Kinder dem Jugendhilfeausschuss vor. Jugendhilfeplaner Udo Neumann zog dabei eine zufriedenstellende Bilanz: "Der Umbau geht gut voran." So kann gut ein Drittel aller 149 Kinder zwischen zwei und drei Jahren in einer Tageseinrichtung ab dem Sommer einen Platz erhalten. Ebenso positiv: Alle 519 Kinder zwischen drei und sechs Jahren erhalten einen Kindergartenplatz. Die Stadt erfüllt den Rechtsanspruch - wieder einmal - zu hundert Prozent.

Neumann skizzierte der Politik die Eckpunkte 2009. So sollen in diesem Jahr keine weiteren Plätze für Kinder unter zwei Jahren eingerichtet werden. Im Rahmen des vom Land zur Verfügung gestellten Budgets wird die Zahl der Plätze für Zwei- bis Dreijährige um zehn auf 50 ausgebaut. Das Familienzentrum Ellenbeek und die Evangelische Kindertagesstätte am Düsseler Tor können damit jeweils eine weitere U3-Gruppe einrichten.

Immer mehr Eltern wollen 35 oder 45 Stunden Betreuung

"Wir werden damit dem Trend gerecht", so Neumann im WZ-Gespräch. Für ihn sei klar: "Die Nachfrage für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren wird immer stärker." Und diese werde zunehmend für die Dauer von 35und 45 Stunden nachgefragt. Seine Vermutung: Vor allen Dingen Berufstätige sind auf sie angewiesen. U3-Plätze soll es auch in Rohdenhaus geben. Insgesamt rechnet die Stadt dort mit 36 Kindergarten-Kindern. Neumann: "Die Einrichtung wird auf Dauer wohl eher anderthalb statt zwei Gruppen vorhalten."

Vorantreiben will die Stadt darüber hinaus die Bereitsstellung "qualitativ hochwertiger Plätze für behinderte Kinder", sagte Neumann. So werden im Familienzentrum Ellenbeek fünf neue integrative Plätze geschaffen. Zehn gibt es schon in der Arche Noah der Caritas.

Fortsetzen wird die Stadt den Abbau der so genannten Hortplätze für Schulkinder in den Tageseinrichtungen. Bis 2012 muss dieser beendet sein. Ab dem Sommer soll es daher nur noch 29 in drei Einrichtungen geben - elf weniger als aktuell. Gegenüber der WZ wies Neumann darauf hin, dass in der Ogata diese Betreuung aufgefangen wird. Schon am Freitag finden dort 225 der rund 750 Grundschulkinder Platz.

Zwölf Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es zurzeit in Wülfrath, ab dem Sommer werden es nur elf sein. Die Einrichtung am Pütt wird bekanntlich geschlossen. Dazu gibt es zwei privat-gewerbliche Einrichtungen.

Auch an der Zahl der Kindergartenplätze ist abzulesen, wie sich die Gesellschaft wandelt: Gab es 2007 noch 720 Plätze, waren es im vergangenen Jahr noch 674. Im neuen Kindergartenjahr rechnet die Stadt mit 636 Plätzen.

Nach der Kommunalen Kita Ellenbeek und der Arche Noah, Flandersbacher Straße, soll der Jugendhilfeausschuss im Mai ein drittes Familienzentrum wählen. Der Standort dürfte diesmal im Süden der Kalkstadt sein.

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