Karneval: Bei der Prunksitzung des Pfarrverbands wurden die Ereignisse des Jahres aufs Korn genommen.

Die Gäste beim Pfarrkarneval amüsierten sich prächtig über das witzige Programm.
Die Gäste beim Pfarrkarneval amüsierten sich prächtig über das witzige Programm.

Die Gäste beim Pfarrkarneval amüsierten sich prächtig über das witzige Programm.

Simone Bahrmann

Die Gäste beim Pfarrkarneval amüsierten sich prächtig über das witzige Programm.

Wülfrath. "Der liebe Gott weiß, dass ich kein Engel bin - so ein bisschen Teufel steckt doch in jedem drin", sang die Band "Sound Express" zu Beginn der Prunksitzung des katholischen Pfarrverbands im Cornelius-Haus - und gab damit eine treffsichere Einleitung für das närrische Programm. Nachdem wieder ein Jahr vorüber ist, gab es genug Geschichten und Ereignisse aus aller Welt, vor allem aber aus dem eigenen Pfarrverband, die es wert waren, in Sketche und Reime umgesetzt zu werden.

Seelsorge-Team als närrisches Dreigestirn Prinz, Bauer, Jungfrau

Und so stimmte das Dreigestirn mit Prinz (Kaplan Ludger Ganschinietz), Bauer (Pastor Heinz-Otto Langel) und Jungfrau (Diakon Rudolf Schmitz) die rund 80Gäste auf den Abend ein. Prinz Ludger Ganschinietz befahl: "Macht heut’ ein fröhliches Gesicht, denn das ist heute Christenpflicht". Das ließen sich die Piraten, Matrosen, Hühner und Hexen im Publikum nicht zweimal sagen und schunkelten ausgelassen zu Karnevalsklassikern wie "Köllsche Bass" oder "Was wär’n wir Männer ohne Weiber".

Ihr Fett weg bekamen dieses Mal bei Detlef Jankowski und seinen Sängern vor allem Pastor, Kaplan, Diakon und Monsignore, denn "Jeder weiß, im Fall des Falles - kann der Langel alles". Aber es wurde nicht nur gewitzelt und gescherzt, sondern es wurden auch Kümmerling-Orden an besondere Ehrengäste verliehen. Dieses Mal galten Dank und Anerkennung der 90-jährigen ehemaligen Küsterin Anni Willmann, die nach 70 Jahren Ehrenamt noch immer ein "junges Mädchen" geblieben sei.

Der "Liebe Jung" Rudolf Schmitz und "Bernie" begeisterten das Publikum

Sehnsüchtig erwartet, gab sich dann der "Liebe Jung" (Diakon Rudolf Schmitz) die Ehre auf der Bühne. Bei seinen Erzählungen von 17 Jahren Amtszeit im katholischen Pfarrverband kamen er und die Gäste so richtig auf Hochtouren. Natürlich durfte dabei auch ein satirischer Wink nach Köln nicht fehlen wegen der bevorstehenden Versetzung nach Oberbarmen. Und trotz der Trauer über diese Entscheidung ist Schmitz sich bewusst: "Der liebe Gott kann nichts für sein Bodenpersonal."

Einen umfassenden Jahresrückblick gab es schließlich noch beim Callcenter "ora per clamandum - pray by call" unter der Obhut des Pastors. Die Telefonisten der katholischen pfarrverbandlichen Seelsorge ließen keine Gelegenheit aus, die Geschehnisse des vergangenen Jahres mit viel Klamauk Revue passieren zu lassen. Begleitet von tosendem Applaus und ausgiebigen Lachen überlegten sie sich, wie man den Opferstock vor weiteren diebischen Übergriffen schützen könnte oder schmunzelten gemeinsam über den DDD, dem Düsseler Domino Day, bei dem erst alle Kirchenvertreter gefallen waren, um dann wieder erneut aufgestellt zu werden.

Natürliche durfte auch der Klassiker "Bernie von der Bundeswehr" nicht fehlen. Bernd Schulte-Bocholt konnte auch zu später Stunde noch mühelos mit seinen Geschichten von einem Nichtschwimmer bei der Marine die Stimmung ordentlich anheizen.

Nach dem bunten und witzigen Programm waren sich dann schließlich alle einig - "Kölsch ist die einzige Sprache, die man trinken kann".

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