Prüfung: Schulleiterin Winkler ist zufrieden: Das Gymnasium wurde einer Qualitätsanalyse unterzogen und schnitt dabei gut ab.

Erika Winkler ist stolz auf das Ergebnis der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung.
Erika Winkler ist stolz auf das Ergebnis der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung.

Erika Winkler ist stolz auf das Ergebnis der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung.

Simone Bahrmann

Erika Winkler ist stolz auf das Ergebnis der Qualitätsanalyse durch die Bezirksregierung.

Wülfrath. Das soziale Klima: vorbildlich! Fachkompetenzen: vorbildlich! Feststellungen, auf die das Gymnasium stolz ist, stolz sein kann. Im Auftrag der Bezirksregierung wurde die Schule an der Kastanienallee einer Qualitätsanalyse unterzogen, die jetzt veröffentlicht wurde. "Es sind wirklich positive Ergebnisse, die uns bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", kommentiert Schulleiterin Erika Winkler.

Ein "zentrales Element zur Entwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen" - das soll die Analyse sein, der sich alle weiterführenden Schulen stellen müssen. Zwei Prüfer nisteten sich eine Woche lang im Gymnasium ein. "Sie haben den Unterricht besucht, sich durch die Schule führen lassen, haben Gespräche mit Lehrern, Eltern, Schülern, Hausmeister, Schulträger und Sekretärin geführt", skizziert Winkler, den betriebenenen Aufwand. Sie selbst musste sich zwei Einzelinterviews stellen.

"Gute Schule zu machen, ist etwas Normales"

ErikaWinkler, Schulleiterin des Gymnasiums

Wie bewerten Eltern die Qualität? Wie gehen Lehrer und Schüler miteinander um? Wie kann an den vorhandenen Räumlichkeiten gearbeitet werden? Wie funktioniert der Unterricht? Die Prüfer suchten Antworten in unterschiedlichen Feldern, blickten in Nischen, schauten auf die Ausrichtung.

In sechs Qualitätsbereichen, 28 Qualitätsaspekten und 153 Qualitätskriterien wurden die Standards untersucht und schließlich in vier Bewertungsstufen eingeordnet: vier für "vorbildlich", drei für "eher stark als schwach", zwei für "eher schwach als stark" und eins für "erheblich entwicklungsbedürftig". Eine wichtige Erkenntnis: In die Stufe1 wurde kein Aspekt eingeordnet. Dagegen befindet sich das Gymnasium mehrheitlich in den Stufen4 und3.

Kritisiert werden die Ausstattung und Gestaltung der Schule

Zweifelsohne eine gute Bewertung. Erika Winkler will im WZ-Gespräch daraus aber keine "allzu bedeutsamen Schlüsse" ziehen. "Die Analyse ist eine Momentaufnahme", sagt sie. Und wertet diese als Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Es freut sie sichtbar, dass das soziale Klima und die Förderung des Selbstvertrauens der Schüler Bestnoten bekommen haben. "Der Umgang miteinander ist wirklich gut", sagt sie. Überhaupt findet das Engagement aller am Schulleben Beteiligter diese hohe Einstufung.

Das Gymnasium wird zurzeit von 1000 Schülern besucht. 78 Lehrer unterrichten sie. Erika Winkler leitet die Schule seit viereinhalb Jahren.

Ab heute werden Anmeldungen für das neue Schuljahr angenommen (Zeiten unter "Termine").

Was abfällt, ist die "Hardware": Ausstattung und Gestaltung von Schule und Gelände fallen in die Stufe2: eher schwach als stark. Und in der Tat fehlt es an Arbeitsräumen, an Lehrerarbeitszimmern - beispielsweise. "Da hat Wülfrath auch geringere Möglichkeiten wie schuldenfreie Kommunen", nimmt die Winkler die Stadt in Schutz. Außerdem sei in der Vergangenheit einiges in die Ausstattung - vor allem in den naturwissenschaftlichen Trakt - geflossen. Die Fassadensanierung werde dieses Jahr gestartet, eine Mensa werde im Sommer errichtet. "Die nächste Qualitätsanalyse wird anders ausfallen", sagt Winkler.

Die Schule als ein immerwährender Prozess: Bereits jetzt wird im Gymnasium eine interne Qualitätssicherung durchgeführt. Das Schulprogramm ist in Arbeit. "Wir sind auf dem Weg", so Winkler. Veränderungen würden Schritt für Schritt umgesetzt. Die Schulleiterin hält nichts von überstürzten Maßnahmen. Die positive Einschätzung der Qualitätsanalyse ist Motivation, aber insbesondere ein Signal. "Unser Kurs ist richtig." Ziel sei es, die Schüler zu fördern, neue Unterrichtsformen zu ermöglichen, mehr Selbstständigkeit unter den Schülern anzustreben und neue Konzepte einzubringen. Erika Winkler: "Das ist eben der Prozess. Aber vor allen Dingen zählt eines: Gute Schule zu machen, ist was Normales."

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