Menschen und Umwelt waren aber nicht gefährdet.

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An der Liegnitzer Straße streuten Feuerwehrleute unter Atemschutz die Fläche ab, auf die die chemische Lösung geflossen war.

An der Liegnitzer Straße streuten Feuerwehrleute unter Atemschutz die Fläche ab, auf die die chemische Lösung geflossen war.

Simone Bahrmann

An der Liegnitzer Straße streuten Feuerwehrleute unter Atemschutz die Fläche ab, auf die die chemische Lösung geflossen war.

Wülfrath. Klirrend kalt ist’s: Die meisten der 30 Feuerwehrleute sitzen in einem der sieben Einsatzfahrzeuge. Und sie müssen auch nicht raus. Der Chemieunfall an der Liegnitzer Straße ist schließlich keine große Sache. Knapp 60 Minute nach Alarmeingang steht fest: "Es gibt keine Gefahr für Menschen und Umwelt." Das sagt stellvertretender Stadtbrandmeister Florian Gerstacker. Das bestätigt später der Kreis Mettmann wortgleich in einer Pressemitteilung.

In dem Gewerbegebiet unterhalb der Wohnsiedlung Maushäuschen wird an diesem Dienstagvormittag das große Rad gedreht. Chemieunfall! Da schrillen in Wülfrath alle Alarmglocken. Sicherheitshalber wird das Gebiet um die Firma Aerotherm, wo eine unbekannte Flüssigkeit ausgelaufen ist, weiträumig abgesperrt. Polizeibeamte stehen zitternd an rot-weißen Flatterbändern. Dahinter hat die Feuerwehr Wülfrath alles im Griff. Gerstacker und Stadtbrandmeister René Rahner koordinieren den Einsatz, den auch Kreisbrandmeister Martin verfolgt.

Gegen 9.12 Uhr wurde der Unfall gemeldet. Ein Entsorgungsunternehmen hatte auf dem Firmengelände aus mehreren Behältern rund drei Kubikmeter alkalische Beizlösungen in ein Entsorgungsfahrzeug umgepumpt. In dem Fahrzeug ist es dann zur exothermischen Reaktion gekommen. Im Klartext: "Im Tank wurde es heiß. Es hat gesprudelt und geblubbert. Dann trat die Flüssigkeit aus", formuliert es Pressesprecherin Daniela Hitzemann (Kreis Mettmann) treffend. 400 bis 500 Liter sollen demnach auf befestigten Grund geflossen sein. Personen seien nicht gefährdet gewesen. Die Feuerwehr hat die betroffene Fläche abgestreut. Der Bergisch-Rheinische Wasserverband hat die Abwasseranlagen kontrolliert. Die im Tankfahrzeug verbliebenen Beizlösungen wurden kontrolliert umgefüllt.

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