Diese Vision könnte Ende des Jahres Wirklichkeit sein: eine Tour über den Allenradweg. Und in den Pausen können die Radler – wie auf dieser Planungsgrafik – den Blick auf den Schlupkothener Bruch genießen. (Grafik: Davids, Terfrüchte & Partner)
Diese Vision könnte Ende des Jahres Wirklichkeit sein: eine Tour über den Allenradweg. Und in den Pausen können die Radler – wie auf dieser Planungsgrafik – den Blick auf den Schlupkothener Bruch genießen. (Grafik: Davids, Terfrüchte & Partner)

Diese Vision könnte Ende des Jahres Wirklichkeit sein: eine Tour über den Allenradweg. Und in den Pausen können die Radler – wie auf dieser Planungsgrafik – den Blick auf den Schlupkothener Bruch genießen. (Grafik: Davids, Terfrüchte & Partner)

Diese Vision könnte Ende des Jahres Wirklichkeit sein: eine Tour über den Allenradweg. Und in den Pausen können die Radler – wie auf dieser Planungsgrafik – den Blick auf den Schlupkothener Bruch genießen. (Grafik: Davids, Terfrüchte & Partner)

Wülfrath. "Wenn alles gut läuft, können zum Jahresende auch in Wülfrath die ersten Fahrräder über den Alleenradweg rollen", sagt Friedhelm Reusch. Am Dienstagabend informierte der Leiter des Kreisbauamts die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung über den aktuellen Planungsstand.

Bislang sei man davon ausgegangen, dass die etwa sieben Kilometer lange Strecke durch das Wülfrather Stadtgebiet erst im kommenden Jahr in Betrieb genommen werden kann. "Der neue Zeitplan ist sehr ambitioniert", kommentiert Reusch die aktuellen Entwicklungen auf Nachfrage der Westdeutschen Zeitung. Dabei baue man auf die Erfahrungen, "die wir mit der Trasse bereits auf Heiligenhauser Stadtgebiet gemacht haben". So könne Zeit gewonnen werden, hofft Reusch.

In der kommenden Woche soll mit dem Grünschnitt begonnen werden

Bereits in der kommenden Woche soll die Strecke freigeschnitten werden. In ein bis zwei Wochen soll das geschehen sein. Danach werden die Gleise abgebaut, um die Strecke für die notwendigen weiteren Arbeiten befahrbar zu machen.

In Kürze erwartet Friedhelm Reusch auch das Gutachten mit den wichtigen Angaben für die Sanierung der Brücken und Stützmauern. "Dann können wir sagen, welcher Sanierungsaufwand an den Brücken nötig ist", so der Leiter des Kreisbauamts, der mit Sanierungskosten in fünfstelliger Höhe für jede der drei Brücken auf Wülfrather Stadtgebiet rechnet.

Mit dem Abschluss der Brückenbauarbeiten rechnet Reusch im Sommer. Danach erfolgt die Auftragsvergabe für den eigentlichen Bau des Wegs. Im September soll damit begonnen werden. "Der Schotter des Gleisbetts muss zerkleinert werden. Dieser Untergrund für den Weg wird dann mit Zement und Kalk gemischt und anschließend verfestigt", erklärt Reusch die Details.

Der Alleenradweg wird auf der alten Trasse der Niederbergbahn durch Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath führen. Insgesamt zehn Millionen Euro sind für die 26 Kilometer lange Strecke veranschlagt. Entlang des Radweges werden 21 Brücken saniert und 500 Bäume gepflanzt.

Dabei war ursprünglich eine weniger aufwendige Variante vorgesehen. "Es war eine preiswerte Lösung geplant. Das hat nicht funktioniert, dafür gehen wir jetzt aber davon aus, dass der Radweg 20Jahre hält". Auf den verfestigten Grund kommt anschließend der Asphaltbelag.

Zu den Planungen gehört auch der Ausbau der zwei Aussichtspunkte, die in Oberdüssel und Kocherscheidt angelegt werden. Dort sollen von Baum-Anpflanzungen umrahmte Sichtfenster den Blick auf die Landschaft freigeben. "Ansonsten fahren wir nur durch Wald", sagt Reusch.

Die Strecke führt vom Oberdüsseler Weg durch die Stadtmitte in Richtung Rohdenhaus, und schließt dort an die K34 an. Ein weiterer Zweig führt vom Zeittunnel zur Stadtgrenze Velbert mit einem Anschluss an den Weg, der durch Velbert und Heiligenhaus führt. Dort wird die Trasse bereits gebaut, die Kosten tragen die Städte mit Hilfe eines 75-prozentigen Landeszuschusses selbst.

Da der Stadt Wülfrath das Geld für ein solches Projekt fehlte, sprang der Kreis finanziell ein. "Wir kaufen, bauen und bezahlen, um das Gesamtprojekt nicht zu gefährden", erläutert Reusch. Insgesamt zwei Millionen Euro investiert der Kreis Mettmann in den Bau des Streckenabschnitts durch Wülfrath.

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