Rund 100 Interessierte kommen zum Info-Abend des Bürgervereins Flandersbach.

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Der Heiligenhauser Weg dient auch der Naherholung – und bald vor allem der Abfuhr von Baustellen-Aushub für die A 44. (Archiv

Der Heiligenhauser Weg dient auch der Naherholung – und bald vor allem der Abfuhr von Baustellen-Aushub für die A 44. (Archiv

Simone Bahrmann

Der Heiligenhauser Weg dient auch der Naherholung – und bald vor allem der Abfuhr von Baustellen-Aushub für die A 44. (Archiv

Wülfrath. Ein symptomatischer Zwischenruf: "Da plant ihr 40 Jahre eine Autobahn. Und nix’ wisst Ihr", ereiferte sich ein Mann auf der Informationsveranstaltung, zu der der Bürgerverein Flandersbach in den Landgasthof am Dorfplatz eingeladen hatte. Vertreter von Straßen NRW informierten über die geplante Baustelle für den Lückenschluss der A44.

Zwar konnten Niederlassungsleiter Alfred Lützler und Projektleiterin Jutta Swadlo reichlich Daten und Zahlen präsentieren, mussten aber bei einigen Nachfragen passen. Bürgervereins-Vorsitzender Dietmar Ruda: "Man hat den Eindruck, dass die Richtung steht, aber Details noch nicht klar sind."

Sicher ist: Die Baustellen-Zuwegung nimmt drei Monate in Anspruch

Eine Hauptfrage an diesem Abend, der rund 100 Interessierte anlockte: Wann geht es eigentlich los? So soll der mal wieder verschobene erste Spatenstich jetzt kurz vor der Landtagswahl am 26.April erfolgen. Wo? Das ist nicht geklärt. Und wann es in Flandersbach los geht, konnte Swadlo auch nicht mit Sicherheit sagen.

Sicher scheint lediglich zu sein, dass die Arbeiten zur Zuwegung zur Baustelle allein drei Monate in Anspruch nehmen. "Die Ausschreibung dafür ist aber noch nicht erfolgt. Das passiert nach den Osterferien", so Lützler.

"Vor Ende August rollt hier kein Schwerverkehr", war sich Bürgermeisterin Claudia Panke nach der Versammlung sicher. Zu den offenen Positionen zählt auch der Baubeginn für das Brückenbauwerk Ganzland, das zwischen Flandersbach und Heiligenhaus entstehen wird. Die Ausschreibung muss europaweit erfolgen, geschehen ist das noch nicht.

Bis zu 18 000 40-Tonner-Touren könnten in sechs Monaten die bis zu 700 000Kubikmeter Aushub abtransportieren. Sicher ist das nicht. So wollte Panke zum Beispiel wissen, ob ein mögliches Recycling des Aushubs an Ort und Stelle mit ausgeschrieben werde. Das soll jetzt geprüft werden.

Völlig offen auch, wohin der Aushub abgefahren wird. Prüfen will Straßen NRW den Vorschlag des Flandersbachers Dirk Klüser, der eine andere Erschließung der Baustelle über Wirtschaftswege vorstellte und auf einer Karte skizzierte. Diese Variante würde Flandersbach gar nicht belasten und hätte kürzere Wege. Lützler hielt entgegen, dass das Verfahren eigentlich längst abgeschlossen und planfestgestellt sei.

Panke und Ordnungsamtsleiter Reinhard Schneider sicherten zu, "im weiteren Verfahren, die Wülfrather Interessen im Blick zu haben". Da geht es um Versicherung, Fußgängerschutz und Schulwegsicherung.

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