Vereine: Der Stadtkulturbund spricht mit der Bürgermeisterin über die Zukunft der Stadthalle. Claudia Panke will die Kulturtreibenden einbinden.

Wülfrath. Wolfgang Köster lässt keinen Zweifel aufkommen, "dass wir ohne Wenn und Aber zur Stadthalle stehen". Und wenn es drauf ankäme, so der Vorsitzende des Stadtkulturbundes, würde man sich mit einer großen Aktion wie schon 2007 für sie einsetzen. "Noch gibt es dafür aber keinen Anlass", sagt Köster.

Wolfgang Köster und sein Vorstandskollege Ralf J. Seiltgens haben sich am Mittwoch bei Bürgermeisterin Claudia Panke über den Stand der Dinge in Sachen Stadthalle informiert. "Das war ein sehr konstruktives Gespräch, offen und sachlich", so Köster. Und er hat den Eindruck gewonnen, dass die Bürgermeisterin das Interesse der Vereine an der Stadthalle sehr wohl erkenne. "Sie hat auch ganz klar gesagt, dass sie für eine Stadt- oder Veranstaltungshalle in der Innenstadt ist", berichtet Köster nach dem Besuch im Rathaus. Dass sie offen lasse, ob das die bestehende oder eine neue sein könnte, stößt bei Köster und Seiltgens auf Verständnis. "Sie will erst einmal alle Zahlen auf dem Tisch haben, bevor weitergehende Aussagen getroffen werden können."

"Wir müssen uns alles anschauen und dürfen nicht einfach blockieren"

Die Stadthalle kann bei der geplanten Vermarktung des Areals zwischen Park- und Schillerstraße eine Schlüsselrolle spielen, weiß der Kulturbund. Auch Ausgaben, die für eine Instandsetzung der Halle anfallen könnten, sind zu beachten. So werden seit 2003 regelmäßig Brandschutzbegehungen vorgenommen. Auf etwa 100000 Euro, so Köster, werden die Investitionen in diesem Bereich geschätzt. "Wir wundern uns schon, warum seit 2003 keine Maßnahmen umgesetzt wurden", merkt Köster an.

Panke hat dem Kulturbund zugesagt, ihm die Zahlen und Gutachten rund um die Stadthalle vorzulegen, sobald zu vorliegen. Sie wolle die Ehrenamtler einbinden. Köster betont auch, dass man sich alles anhören muss, auch wenn über eine Ersatzhalle gesprochen werde. "Wir müssen uns alles anschauen, und dürfen nicht von vornherein alles blockieren", sagt Köster, "aber am Herzen liegt uns die bestehende Halle".

Kirchenmusiker Thomas Gerhold lässt angesichts der Diskussionen "etwas Misstrauen" durchschimmern. Von einem Abriss ohne Ersatz, so Köster, könne nicht die Rede sein. "Es gibt keinen Grund zur Panik." Auch Seiltgens unterstreicht, dass man das Gefühl habe, "dass wir die Bürgermeisterin beim Wort nehmen können. Wir sind aber sensibel und bleiben wachsam".

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