Vor der FDP skizzierte SPD-Bürgermeisterkandidat Hoffmann seine Positionen.

Wülfrath. Görtz oder Hoffmann? Welchen Bürgermeisterkandidaten wird die FDP unterstützen. Dass für die Liberalen nur diese beiden in Frage kommen, machte FDP-Vorsitzender Hans-Peter Altmann klar. Die Amtsinhaberin ist keine Option. "Oder wir geben unseren Wählern keine Empfehlung", sagte er auf der Mitgliederversammlung in dieser Woche, auf der sich Manfred Hoffmann (SPD) vorstellte.

Skizzenartig strich Hoffmann Eckpunkte seiner Agenda heraus, die sich an den Notwendigkeiten Wülfraths orientieren sollen. Er plädierte für eine Lokalpolitik über die Parteibücher hinweg: "Politische Vernunft ist mehr als parteipolitische Räson."

Hoffmann beklagte den schlechten Ruf des Rates in der Bürgerschaft. Er erinnerte daran, dass der Bürgermeister Vorsitzender des Rates ist. "Der Bürgermeister muss die Beschlüsse des Rates verkaufen, nach außen erklären. das passiert in Wülfrath nicht." Seine Tenor: Rat und Verwaltung haben keine Führung.

Bei allen Sparnotwendigkeiten mahnte Hoffmann, Wülfrath nicht kaputt zu sparen. Für Maßnahmen, die die Stadt nach vorne bringen würden, müsste auch Geld in die Hand genommen werden." Eine Diskussion um die Zukunft von Wasserwelt oder Bücherei stelle sich aus seiner Sicht nicht. "Ich muss gar nicht betonen, dass ich dazu stehe. Das ist gültige Beschlusslage."

Beschlusslage ist aber auch, dass der Zeittunnel ab 2011 keine städtischen Zuschüsse mehr bekommen soll. Wie das geschehen kann, ohne die Einrichtung zu schließen. sagte er nicht. "Der Zeittunnel ist aber Teil des touristischen Angebots, was Wülfrath attraktiver macht. das muss noch mehr in Regionen gedacht werden", sagte Hoffmann - Zustimmung bei der liberalen Rats- und Kreistagsfrau Barbara Enke findend.

Hoffmann legte erneut ein Bekenntnis zum Rathaus-Umzug ab: "Ein richtige, wichtige Entscheidung." Der nun anstehende Verkauf des Rathaus-Areals senke nicht nur den Schuldenstand der Stadt, "sondern ermöglicht einen städtebaulichen Impuls." Denn: Wülfraths Innenstadt brauche Veränderung. Sie müsse mehr als nur Einkaufs- und Verkaufsraum sein. "Treffen reden, gut essen und trinken: Die Innenstadt muss Kommunikationsraum werden."

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