Seniorenat: Der SPD-Bürgermeisterkandidat Manfred Hoffmann wartet als Jungsenior mit einigen konkreten Aussagen auf.

Wülfrath. "Ich empfinde es als Glück, in Wülfrath zu leben", sagt der Bürgermeisterkandidat Manfred Hoffmann. Der Kandidat der Wülfrather SPD stellte sich im Seniorenrat vor, als Jungsenior, denn der in Wülfrath geborene Lehrer in Mettmann ist 60 Jahre alt.

Einerseits sei Wülfrath schon Senioren freundlich, andererseits gäbe es noch viel zu tun, so Hoffmann. Das Kopfsteinpflaster an der Wiedenhofer Straße liegt dem Seniorenrat mit seiner Vorsitzenden Gertrud Brüggemann am Herzen. "Alle müssen hier gut gehen können, hier muss von Grund auf saniert werden", so der Bürgermeister-Kandidat. Von der Mettmanner Lösung, wo das Pflaster auf dem Jubiplatz flach geschliffen wurde, hält er nichts.

Die Wiedenhofer Straße ist Hoffmann ebenso wichtigt wie der Kreisverkehr Mettmanner Straße/Flandesbacher Straße. "Dort laufen die Fußgänger kreuz und quer. Letztens habe ich eine ältere Dame, die sich dort verirrt hatte, in Sicherheit gebracht", sagt Hoffmann. Die dort gebaute Brücke würde kaum einer nutzen. Städtebaulich sei die Situation, die sich dort bietet, eine Schwachstelle.

"Wülfrath muss noch sauberer werden"

Griffig auch das Thema saubere Innenstadt. "Meine Frau macht Stadtführungen. Sie geht die Strecke vorher ab, und wenn sie sieht, dass es dort schmutzig ist, wählt sie eine andere Route", sagte Hoffmann. Wülfrath müsse viel sauberer werden. Wenn eine Stadt sehr sauber ist, wäre die Hemmschwelle etwas zu beschmutzen, viel größer. Doch davon sei Wülfrath laut Hoffmann noch weit entfernt.

Mobilität der Senioren war ein weiteres Thema. Der öffentliche Nahverkehr ließe noch zu wünschen übrig. Daher sei es zu begrüßen, wenn nicht nur die Senioren im eigenen Städtchen einkaufen könnten. "Wir kaufen alles frisch und gehen oft einkaufen", sagte der SPD-Kandidat, "wir haben keine Tiefkühltruhe." Das Rathaus-Areal sei ein Schlüssel für die Innenstadtentwicklung, aber es sei eben schwer zu vermarkten.

"Der Seniorenrat ist eine Institution. Wir werden alle älter und möchten unsere Bedürfnisse äußern."

Manfred Hoffmann

Bauen könne man auch in Wülfrath auf drei Komponenten: Freizeit, Gastronomie und Einkauf. Dann blieben auch die Senioren gerne in der Stadt. Eben wie sein Mitbewerber Thomas Görtz (37/CDU) ist er für eine Generationen übergreifende Politik: "Senioren können im Kindergarten vorlesen, Kinder können die Älteren in den Senioreneinrichtungen besuchen." Gut findet Hoffmann, dass das Schwimmbad Barriere frei ist und von Senioren angenommen wird.

Lob fand er auch für die Vielfalt der Senioreneinrichtungen, überwiegend in der Regie der Bergischen Diakonie. Manfred Hoffmann erläuterte seine Ideen im Seniorenrat etwa 150 Minuten lang. Immerhin sind 6200 Menschen in Wülfrath über 60 Jahre alt. Hoffmanns Resümee: "Als Bürgermeister kann ich es besser."

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