Wülfrather Gruppe informiert sich bei Eigentümern von Immobilien in der Innenstadt.

Wülfrath. Kontakte zu den Eigentümern der Immobilien an der Fußgängerzone pflegt die Stadtverwaltung offenbar nicht. Diese Erkenntnis gewinnt die Wülfrather Gruppe (WG) nach einem Gespräch, das sie mit Hans Schultheiß, Michael Möller und Reiner Schöneich geführt hat.

Nach der "vermeintlich erfolgreichen Vermarktung des Rathausareals", so die WG, trafen sich Vertreter der Wülfrather Gruppe mit den Eigentümern von Ladenlokal-Immobilien zum Meinungsaustausch. Rainer Schöneich zeigte sich positiv überrascht, dass eine für den Rat kandidierende Gruppe zum Austausch eingeladen hatte: "Das ist mir in den 32 Jahren meiner Selbständigkeit noch nicht passiert." Verblüfft erfuhren die WG-Vertreter Reiner Heinz, Ralph Mielke und Wolfgang Peetz, dass die Existenz der Stelle "Citymanagement/Standortmarketing" völlig unbekannt war. "Mit uns hat niemand gesprochen", stellte Hans Schultheiß fest. Auch über das von der Stadt beauftragte Stadtentwicklungsprogramm, das sich auch mit der Zukunft der Fußgängerzone befasst, waren die Eigentümer nicht informiert. "Mit dem ehemaligen Planungsamtsleiter Dieter Hoffmann hat es regelmäßige Gespräche gegeben. Seine Nachfolgerin Frau Singh kenne ich persönlich gar nicht", meinte Michael Möller.

Die WG schlägt ihr Hauptquartier in der Fußgängerzone auf

Die Wülfrather Gruppe fordert Rat und Verwaltung auf, mit den Betroffenen gemeinsam Konzepte für die Fußgängerzone zu entwickeln. "Die Fußgängerzone ist immer noch wunderschön und ein wichtiger Treffpunkt für die Wülfrather, Kommunikation ist das Mindeste, was sie erwarten darf", so die WG in einer Pressemitteilung.

Die WG zieht es übrigens in die Fußgängerzone: Im ehemaligen Tchibo-Ladenlokal gegenüber der Altstadt-Apotheke schlägt der Verein sein Hauptquartier auf.

Die Stadt versucht, eine ganze Reihe an Gebäuden zu verkaufen, um die Schulden zu senken. Bisher sind die Bemühungen in vielen Fällen nicht von Erfolg gekrönt. So ist der Jugendclub Rohdenhaus schon seit vielen Jahren auf dem Markt. Zurzeit wird diese Immobilien vom Bürgerverein genutzt. Ebenfalls zum Verkauf vorgesehen: das Übergangsheim am Oberdüsseler Weg. Die GWG soll es erwerben. Das ist beschlossen, aber noch nicht vollzogen worden. Verhandlungen führt die Stadt mit der GWG auch über das Gebäude Schulstraße 9.

An den Mann gebracht hat die Stadt inzwischen das Haus Am Höfchen 7, das mittlerweile zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut wurde.

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