Puky – die Firma des Jahres 2008: „Das ist ein Preis für die ganze Mannschaft.“

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Im neuen Ausstellungsraum nahmen die Puky-Geschäftsführer (v.r.) Michael Bunte und Ralf Puslat den Preis „Beste Firma 2008 entgegen, den Sascha Rabe (Ja zu Deutschland) übergeben hatte. Auch Betriebsrat Michael Rautenberg ist stolz auf die Auszeichnung.

Im neuen Ausstellungsraum nahmen die Puky-Geschäftsführer (v.r.) Michael Bunte und Ralf Puslat den Preis „Beste Firma 2008 entgegen, den Sascha Rabe (Ja zu Deutschland) übergeben hatte. Auch Betriebsrat Michael Rautenberg ist stolz auf die Auszeichnung.

Simone Bahrmann

Im neuen Ausstellungsraum nahmen die Puky-Geschäftsführer (v.r.) Michael Bunte und Ralf Puslat den Preis „Beste Firma 2008 entgegen, den Sascha Rabe (Ja zu Deutschland) übergeben hatte. Auch Betriebsrat Michael Rautenberg ist stolz auf die Auszeichnung.

Wülfrath. Capt’n Sharky strahlt mit Ralf Puslat um die Wette. Im Regal lächelt die Plüschfigur, vor dem Rednerpult der Puky-Geschäftsführer. Die beiden haben eins gemeinsam: Sie machen den Kindern Spaß. Der kleine Pirat stand Pate für ein neues Design einiger Kinderfahrzeuge - "made in Wülfrath".

Doch diese neue Partnerschaft steht in diesem Moment nicht im Mittelpunkt: Puky ist die Firma des Jahres 2008. "Und dieser Preis ist eine tolle Ehre, auf die wir stolz sind", sagt Puslat.

Die Jury wählte das Unternehmen aus mehr als 500 Kandidaten aus

Aus über 500 potenziellen Kandidaten hat die Jury von "Ja zu Deutschland" Puky ausgewählt. Zum dritten Mal vergibt die Initiative den Preis, den zuvor Ado-Gardinenwerke und Trigema gewonnen haben. "Puky produziert ausschließlich in Deutschland", nennt Sascha Rabe von "Ja zu Deutschland" einen Grund für die Auszeichnung.

Das Wülfrather Unternehmen sei ein Beleg für das Qualitätsmerkmal "made in Germany". Denn: Billig allein reiche nicht. Unternehmen wie Puky werden aus seiner Sicht gestärkt aus der Krise gehen.

Diese Optimismus verbreitet auch Puslat. Die Firma denke weit über die nächsten Quartalsabschluss hinaus. "Dieser Preis ist uns auch Verpflichtung. Puky ist unternehmergeführt - und das mit viel Herzblut", so Puslat, der den Preis als Verdienst einer Gemeinschaft bezeichnete.

1949 wurde Puky (zuerst unter dem Namen Puck) gegründet. Seit 1958 hat Puky Sitz in Wülfrath.

Die Angebotspalette umfasst inzwischen 74 Fahrzeuge in acht Produktgruppen. Das neueste "Kind": Pukylino - eine Art Minilaufrad auf vier Rädern für Kinder ab einem Jahr.

Puky hat 2008 einen Umsatz von 28 Millionen Euro gemacht. 450.000 Kinderfahrzeuge wurden weltweit abgesetzt.

"Wir sind stolz darauf. Und wir - das sind auch die Mitarbeiter im Haus, die Vertriebspartner, die Lieferanten und die 450 behinderten Menschen, die die Fahrzeuge in zehn Werkstätten montieren." Geschäftsführer Michael Bunte klappst wie zur Bestätigung Betriebsrat Michael Rautenberg auf die Schulter, reicht ihm den Preis: "Für die Mannschaft."

Rautenberg kann sich ebenfalls das Lächeln nicht verkneifen. "Das ist Wahnsinn, so ein Preis in solchen Zeiten. Das haben die Mitarbeiter verdient. Unter uns herrscht ein guter Zusammenhalt", sagt er.

Nachhaltigkeit und Qualität macht Bunte als Faktoren des Erfolgs aus, "die am Ende wichtiger als die Lohnkosteneinsparungen in Billig-Lohn-Ländern sind". Der Standort Wülfrath soll weiterentwickeln werden. Auf 27.000 Quadratmetern residiert man in der Fliethe. "Wir haben dort Erweiterungspotenziale", merkt Puslat hat.

Durch das Fenster fällt ein Strahl der Frühlingssonne, die sich im Preis - eine geschliffene Glas-Trophäe - bricht und im neuen Showroom verteilt wird. Das Pink der Puky-Lillifee-Kollektion ist noch greller. Es ist ein schöner Frühlingstag.

"Das ist gut für Leute, die Puky-Fahrzeuge nutzen", weiß Bunte. "Immer vom Kind her denken", fasst Puslat die Firmen-Philosophie zusammen. Er weiß: "Ein Mensch kommt dreimal im Leben mit Puky in Kontakt." Als Kind mit dem ersten Gefährt; als Elternteil, das seinem Kind ein Puky-Gefährt schenkt; als Großeltern, die dem Enkel etwas Gutes tun.

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