Auf dem Erbacher Berg dreht sich einmal mehr alles ums runde Leder. „So voll war es hier noch nie“, sagt Ralf Brocks.

Wülfrath. Ein solches Gewusel hat es am Rheinkalk-Stadion noch nie gegeben. Rund 1400 begeisterte Fußballerinnen und Fußballer aus der Region trafen am Donnerstag beim Tag des Jugendfußballs auf dem Erbacher Berg andere Mannschaften - und oft genug auch das Tor. "So voll war es hier oben noch nie", sagt Ralf Brocks, Jugendleiter des 1. FC Wülfrath und einer der Ausrichter des Turniers. "Wir rechnen mit mehr als 5000 Besuchern und sind mit 300 Ehrenamtlern im Einsatz."

"Wir waren schon einmal hier auf der Anlage - die totale Superlative"

Dieses Engagement war auch nötig: 125 Mannschaften aus dem Fußballkreis 3 Wuppertal/Niederberg pilgern samt Familie nach Wülfrath. Und die müssen koordiniert, betreut und verköstigt werden - sofern sie nicht, wie einige Väter, den Vatertag samt Bierfass auf die Anlage verlegt haben. "Wir waren 2004 schon einmal hier auf der Anlage und es ist die totale Superlative", freut sich Marco Hausmann, Trainer der "Breiten Burschen Barmen", in einer Wartepause. "Wir haben schon einen Sieg und eine Niederlage eingefahren, aber es geht ja um den Spaß am Spiel."

Neben den Juniorenklassen G, F, E und D steht auch ein U13-Turnier der Mädchen an.

Unter den vielen bunt in Mannschaftsfarben eingekleideten Kindern sind auch Imeti (4) und Patricé (5) vom TuS Grün-Weiß Wuppertal. Sie sind zum ersten Mal bei einem großen Turnier dabei und wirken aufgeregt. "Ich spiele vorne rechts", sagt Patricé im grünen Trikot, Imeti ist noch auf Positionssuche. Auch für die D-Junioren Antonio und Antonino (beide 12) vom CSI Milano ist es das bislang größte Turnier. "Die Anlage ist klasse, wenn Wuppertal näher wäre, würde ich zum Fußball hierher kommen", sagt Antonino.

Es gibt zwar ein paar Prellungen - ernste Verletzungen bleiben aus

Trotz allem Spaß geht es mitunter recht heftig zur Sache. "Da ist jedes Spiel ein Endspiel", sagt Sebastian Dahms vom DRK. Trotzdem seien die Einsätze meist nur harmlose Prellungen. "Besonders die Kleinen sind schwer zu überblicken", sagt Joel Althammer. Der 15-Jährige pfeift sein erstes Turnier als Schiri und sieht den Grund für ruppige Spieler woanders. "Die Eltern feuern ihre Kinder nur an, aber einige sind dabei richtig aggressiv." Alles in allem herrscht aber eine fröhliche Atmosphäre. Und während bei den Bambini alle als Sieger nach Hause gehen, kann der FC einen weiteren Sieg verbuchen: Der Verein holt sich bei den der D-Junioren Platz eins. Ralf Brocks: "Besser hätte der Tag nicht laufen können."

Theater-AG und Musik-AG der Hauptschule Wolverothe, Theater-AG der Parkschule, Theater Ministrone, Klasse 9c des Gymnasiums, Flötenquartett unter Leitung von Brigitta Meyer-Wolf, Hajo Müller (WüRG) am Saxophon

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