Der Finanzausschuss beschließt außerdem neue Öffnungszeiten und Eintrittspreise.

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Für Kinder bis fünf Jahre bleibt der Eintritt in die Wasserwelt weiterhin kostenfrei, Erwachsene zahlen künftig vier anstatt 3,50 Euro. (Archiv

Für Kinder bis fünf Jahre bleibt der Eintritt in die Wasserwelt weiterhin kostenfrei, Erwachsene zahlen künftig vier anstatt 3,50 Euro. (Archiv

Simone Bahrmann

Für Kinder bis fünf Jahre bleibt der Eintritt in die Wasserwelt weiterhin kostenfrei, Erwachsene zahlen künftig vier anstatt 3,50 Euro. (Archiv

Wülfrath. Können die Stadtwerke Wülfrath die Wasserwelt übernehmen? Kämmerer Reiner Ritsche schließt das nicht mehr aus. Im Finanzausschuss kündigte er an, dass diese Möglichkeit im kommenden Jahr sehr detailliert geprüft werden soll. Dafür sollen im Haushaltsplan 25000 Euro bereitgestellt werden.

Nachdem Martin Sträßer (CDU) vor einigen Wochen in der WZ gelesen hatte, dass in Haan ein städtisches Hallenbad in die Trägerschaft der örtlichen Stadtwerke übergehen soll, bat er die Verwaltung um eine neuerliche Überprüfung dieser Angelegenheit.

Bisher - so auch noch Anfang November - hatte die Stadt ein solches Ansinnen abschlägig beschieden. Ein steuerlicher Querverbund, der die Voraussetzung für eine Übergabe wäre, sei nicht darstellbar.

Kämmerer ist sicher: 25000 Euro für die Prüfung sind gut angelegt

Diese Auffassung hat sich offenbar geändert. "Wir möchten intensiver in die Gespräch gehen", sagte Ritsche. Er sei sich sicher, dass der Konzern Stadt Wülfrath von einer Übergabe des Hallenbades profitieren werde.

"Gelingt die Übertragung an die Stadtwerke, haben wir die 25000Euro ganz schnell wieder drin", sagte er.

Ab dem 1. Januar 2011 gelten folgende Eintrittsgelder in der Wasserwelt: Kinder bis fünf Jahre sind frei, Kinder/Jugendliche 6 bis 17 Jahre: 2,50 Euro; Erwachsene: vier Euro; Sauna: zwölf Euro (plus zwei Euro); Geldwertkarten Bronze 22 Euro (Wert: 25 Euro), Silber 34 Euro (40 Euro), Gold 64 Euro (80 Euro); Schwimmunterricht 39 Euro (plus vier Euro), Kindergeburtstag zehn Euro (plus fünf Euro).

Die Fraktionen billigten dieses Vorgehen ohne Widerspruch. Axel Effert (CDU) regte zudem an zu prüfen, inwiefern ein Wärme- oder Heizungsverbund zwischen Wasserwelt und dem geplanten Einkaufszentrum hergestellt werden könnte.

Mit breiter Mehrheit hat der Finanzausschuss neue Öffnungszeiten beschlossen. Diese sehen unter anderem eine Schließung der Sauna am Sonntag vor. In diesem Zusammenhang schlug Wolfgang Peetz (WG) eine neue Umfrage vor, die nicht nur die Besucher von Bad und Sauna erfassen soll.

"Wir müssen auch die Bedürfnisse der Leute abfragen, die die Wasserwelt heute nicht nutzen", sagte er und erntete dafür unter anderem Zustimmung aus der Union. Bei der Umfrage, regte Sträßer an, sollte auch ermittelt werden, welche Sonderaktionen sich die Wülfrather für ihr Bad wünschen.

Verabschiedet hat der Ausschuss ferner eine neue Eintrittspreisstruktur, die der Wasserwelt rund 22000 Euro Mehreinnahmen ab 2011 bescheren soll. Damit würde der Kostendeckungsgrad von jetzt unter 30 Prozent auf etwas mehr als 31 Prozent erhöht.

Erwachsene zahlen 50 Cent mehr, Frühschwimmertarif entfällt

Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bleibt dabei, wie von der WG beantragt von von SPD und DLW unterstützt, stabil. Erwachsene müssen 50Cent mehr zahlen: vier Euro. Einen Frühschwimmertarif (jetzt drei Euro) wird es nicht mehr geben.

45000 zahlende Besucher hatte die Wasserwelt 2009. Der Zuschussbedarf liegt bei etwa 450000 Euro. "Damit wird jeder Besucher mit zehn Euro aus dem Haushalt subventioniert", rechnete Ritsche vor. Frank Homberg (DLW) befürchtete, dass die höheren Eintrittsgelder zu einem Rückgang der Besucherzahlen führen würden. "Das müssen wir kontrollieren", forderte er.

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