Die Schloss-Förderer begrüßen die neue Idee einer „Begegnungsstätte mit musealen Hintergrund“.

wza_1500x1055_467528.jpeg
Teile der Vorburg sollen gastronomisch genutzt werden.

Teile der Vorburg sollen gastronomisch genutzt werden.

Simone Bahrmann

Teile der Vorburg sollen gastronomisch genutzt werden.

Velbert-Neviges. Ein bewegtes Jahr liegt hinter Schloss Hardenberg und der Vorburg: Pläne, die wieder verworfen wurden, neue Ideen für ein Nutzungskonzept, sichtbarer Fortschritt der Renovierungsarbeiten in Form des neuen Innenhofes. Der Verein der Freunde und Förderer des Kulturensembles hat jetzt in einer öffentlichen Mitgliederversammlung Bilanz gezogen.

Man sei der vom Verein favorisierten Realisierung einer Begegnungsstätte mit musealem Hintergrund ein Stück näher gekommen, sagte Vorsitzender Peter Egen mit Blick auf die nun im Raum stehende Idee, ein Rheinisches Museum für Fotogeschichte und Fotografie in Neviges anzusiedeln.

Das noch Monate zuvor für die alte Wasserburg in Planung befindliche Hotelprojekt hatte sich ebenso zerschlagen wie die Idee eines Bankhauses, ein Eugen-Batz-Museum einzurichten. Neue Überlegungen gibt es für die Gastronomie, die nun im Ostflügel der Vorburg statt im Südflügel untergebracht werden soll.

Als einen Höhepunkt des vergangenen Jahres bezeichnete Egen die Einweihung des neugestalteten Innenhofs der Vorburg. Zu den herausragenden Aktivitäten des Vereins gehörten unter anderem das Narzissenfest und die Beteiligung an der Hardenberger Straßenfete. Außerdem hatte man sich an der Finanzierung einer Kleinkunst-Theaterveranstaltung beteiligt.

Der Zuwendungsbescheid steht immer noch aus

Zur Förderung der Schlosssanierung mit Mitteln aus dem Landeshaushalt berichtete Landtagsabgeordneter Marc Ratajczak (CDU) als Gast der Versammlung, dass für den Zeitraum 2009 bis 2011 bekanntlich 1,7 Millionen Euro zugesagt wurden, für diese Zusage jedoch noch kein Zuwendungsbescheid erteilt wurde. Auch eine Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn liegt noch nicht vor.

Im Klartext: Die Stadt kann nicht mit den Arbeiten beginnen, ohne zu riskieren, dass ihr die Mittel gekürzt oder gestrichen werden. Es sei deshalb mit der obersten Denkmalschützerin, Dr. Birgitta Ringbeck, im Gespräch: "Wir stehen dem Land zurzeit massiv auf den Füßen", sagte Ratajczak auch mit Blick auf das Bürgerhaus in Langenberg, für dessen Sanierung sich die Stadt Velbert ebenfalls Landesmittel erhofft.

Wahlen standen auch auf der Tagesordnung des Fördervereins. Die Mitglieder bestätigten dabei den kompletten Vorstand im Amt. Peter Egen bleibt somit Vorsitzender, Erika Karrenberg und Horst Socher weiterhin seine Stellvertreter. Die Kasse liegt auch künftig in den Händen von Ute Sanner, Hein Linde wurde erneut zum Schriftführer bestellt. Alle Kandidaten wurden einstimmig wiedergewählt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer