Bürger nehmen die Tauschmöglichkeit am Schadstoffmobil in großer Zahl an.

Für defekte Leuchtkörper gab Detlef Schäfer leckere Birnen aus. Jason (7 Jahre, M.) und Justin (5) haben Spaß an der Aktiion.
Für defekte Leuchtkörper gab Detlef Schäfer leckere Birnen aus. Jason (7 Jahre, M.) und Justin (5) haben Spaß an der Aktiion.

Für defekte Leuchtkörper gab Detlef Schäfer leckere Birnen aus. Jason (7 Jahre, M.) und Justin (5) haben Spaß an der Aktiion.

Simone Bahrmann

Für defekte Leuchtkörper gab Detlef Schäfer leckere Birnen aus. Jason (7 Jahre, M.) und Justin (5) haben Spaß an der Aktiion.

Velbert. Als vollen Erfolg werten die Technischen Betriebe (TBV) und die Stadtwerke Velbert die Tauschaktion "Birne gegen Birne": Wer am Samstag beim Schadstoffmobil in Neviges oder drei weiteren Sammelstellen in Velbert-Mitte seine defekten Energiesparlampen abgab, erhielt pro Stück als Dankeschön eine leckere, essbare Birne.

Nach nur drei Stunden waren allein in Neviges und beim Wertstoffhof an der Industriestraße bereits mehr als 200 Leuchtkörper eingegangen. Viele hatten erst durch die Info-Aktion von den Entsorgungsmöglichkeiten erfahren.

Detlef Schäfer betreut das Schadstoffmobil, das am Parkplatz Auf der Beek Station macht: "Die ersten Bürger warteten bereits um 8.45 Uhr auf uns", so der TBV-Abfallberater. 65 Sparlampen zählt er zur Mittagszeit, außerdem 76 Leuchtstoffröhren.

Familie Richter gibt 18 ausgediente Leuchtmittel ab

Den Tagesrekord holt Frank Richter mit seinen Söhnen: 18ausgediente Leuchtmittel zählten der siebenjährige Jason und der fünfjährige Justin in den Korb des Schadstoffmobils - Sammelergebnis mehrerer Jahre: "Wir wussten bisher nicht, wohin mit den Dingern, deshalb haben wir sie im Keller gehortet", sagt der Nevigeser Familienvater.

Er zieht die sparsamen Leuchtmittel den energiefressenden Glühbirnen vor, ist aber nicht sonderlich mit deren Haltbarkeit zufrieden, die doch deutlich größer als bei herkömmlichen Birnen sein soll: "Das betrifft meist Billigprodukte", meint Schäfer, während er den beiden Jungs 18 Obstbirnen in die Tasche füllt. Obendrauf gibt es noch eine hochwertige Energiesparlampe: "Die sollte 15000 Betriebsstunden halten", so der Abfallberater.

Energiesparlampen gehören wegen ihres Quecksilbergehaltes nicht in den Hausmüll, sondern müssen als Sondermüll fachgerecht entsorgt werden. Defekte Lampen können während der Geschäftszeiten kostenlos auf dem Wertstoffhof, bei der Elektrogroßhandlung CEF oder im Baustoffzentrum Guth in Velbert-Mitte abgegeben werden.

In Neviges werden die Lampen vom Schadstoffmobil entgegen genommen, das mehrmals im Jahr auf dem Parkplatz Auf der Beek und auf dem Tönisheider Kirchplatz haltmacht.

Sabine Lensing hat mit der ganzen Familie einen Abstecher zur Beek gemacht, um zwei defekte Lampen abzugeben: "Ich wusste bisher nicht, dass wir die auch hier abgeben können", sagt die Nevigeserin. Der Weg zum Wertstoffhof in Velbert sei ihr nur für ein paar Lampen zu weit, sie hat die ausgedienten Leuchtmittel daher stets ihrem Vater mitgegeben, der sie zur Entsorgung nach Essen mitnahm. Das ist nicht erforderlich, klärt Schäfer auf. Drei- bis viermal im Jahr kommt das Schadstoffmobil in jeden Stadtteil und nimmt auch die defekten Lampen entgegen.

Information und Aufklärung stehen bei der Sammlung daher an erster Stelle: "Neben der Frage der richtigen Entsorgung stand die Anwendung der Energiesparlampen im Mittelpunkt", berichtet Irmgard Olberding. Die TBV-Mitarbeiterin informiert gemeinsam mit einem Team der Stadtwerke über das Energieeinsparpotenzial der Lampen, den Einsatz mit Bewegungsmeldern oder Dimmerschaltern. Der lokale Energieversorger hat die Sparlampen gesponsert, die jeder zehnte Anlieferer beziehungsweise jeder mit mehr als drei defekten Lampen erhält.

Stadtwerke-Chef denkt schon über eine neue Aktion nach

Für Ralph Güther, TBV-Chef und Stadtwerke-Geschäftsführer, ist es eine gelungene Aktion, von acht Kisten Birnen sind mittags bereits mehr als fünf ausgegeben. Was übrig bleibt, erhält später die Velberter Tafel. Kein Wunder, dass Detlef Schäfer schon über eine Wiederholung der Aktion nachdenkt: "Dann vielleicht unter dem Motto: Äpfel statt Birnen", meint der Abfallberater schmunzelnd.

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