Der Kinderchor Hardenberg führt das Musical „Josef – Träume werden wahr“ auf.

Gut bei Stimme und mit viel Spaß war der Kinderchor Hardenberg bei der Sache.
Gut bei Stimme und mit viel Spaß war der Kinderchor Hardenberg bei der Sache.

Gut bei Stimme und mit viel Spaß war der Kinderchor Hardenberg bei der Sache.

Stefan Fries

Gut bei Stimme und mit viel Spaß war der Kinderchor Hardenberg bei der Sache.

Velbert. "Was ist bloß mit Vater los? Irgendwann ist Schluss", singen 18 Kinder energisch ins Mikrofon. Der Text sitzt auch in schwierigen Passagen, die Töne werden meistens getroffen und an Unterhaltungswert mangelt es dem Kinderchor Hardenberg schon gar nicht. Noch schnell der Oma in der fünften Reihe winken und den Chorpartner mit einem Stoß in die Rippen an seinen Einsatz erinnern.

Eine Aufführung mit viel Sympathie und Einsatz

Mit ihrem Musical "Josef - Träume werden wahr" eroberte der Kinderchor Hardenberg mit viel Sympathie und Einsatz am Samstagnachmittag sein Publikum in der Kirche St. Antonius in Tönisheide. Mutige Stimmchen, fleißige Sänger, wechselndes Bühnenbild und tolle Kostüme - ob Kamel oder Pharao: Auf ihr gelungenes Musical konnten die Kinder zu Recht stolz sein.

Traurig zieht Josef mit der Karawane mit, an die ihn seine neidischen Brüder verkauft haben. Fassungslos über ihre Bosheit tritt er den mühsamen Weg in ein Leben in Ägypten an. In einen Brunnen geworfen hatten sie ihn, töten wollten sie ihren eigenen Bruder! Und nur, weil Vater ihn lieber gemocht hatte als die anderen. Und weil er Träume gehabt hat, in denen sich Garben vor ihm verneigten.

Josefs Geschichte faszinierte schon viele Dichter

Mit viel Charme erzählen und singen die Kinder, wie sich Josefs Träume über viele vermeintliche Umwege am Ende doch noch erfüllen, und wie Josef Gottes Führung in seinem Leben langsam erkennt.

Die biblische Geschichte von Jakobs Lieblingssohn Josef (Genesis 37-50) wurde schon in Johann Wolfgang Goethes autobiographischer Schrift "Dichtung und Wahrheit" und später auch von Thomas Mann novellenartig aufgegriffen.

Es sangen und spielten: Nico Uhlenbruch, Julia Hegmanns, Lisanne Hegmanns, Lena Wanzke, Janne Schwätzler, Johanna Wirth, Pauline Zantes, Leonie van Eck, Lea Bulau, Vivien Kraska, Franziska Luda, Hannah Schmiedecke, Johanna Luda, Jaqueline Ollegott, Johannes Heß, Sina Uhlenbruch und Naemi Liv-Kruper.

"Es ist eine Geschichte, die die Kinder immer wieder fasziniert", sagt Chorleiterin Elisabeth Heß, die sich bewusst mit ihrer Kollegin Britta Franke nach "Daniel" nun für das Josef-Musical entschieden hat. "Eifersucht ist auch bei Kindern ein zentrales Thema. Ob bei Geschwistern oder bei Schulkameraden."

Auch Lea weiß, was Eifersucht zwischen Geschwistern bedeutet: "Wir haben aber leider nur einen Teich und keinen Brunnen zu Hause. Und außerdem ist mein Bruder auch schon 22 Jahre - der würde da gar nicht mehr hinein passen", scherzt die Achtjährige. Zusammen mit den anderen Kindern probte sie seit Anfang des Jahres für ihren großen Auftritt.

"Den Text haben wir ganz schnell gelernt", erzählt Sina. "Jeder hatte eine CD und den Text zu Hause, und jede Woche haben wir gemeinsam geprobt!" Die 12-Jährige spielt in dem Stück den großen Pharao und singt sogar Solo. Aufregung ist ihr nicht anzumerken, als sie selbstbewusst und ohne Fehler "Ich bin der Herrscher" singt.

"Wenn einem die Lieder gefallen, dann lernt man sie ganz schnell", weiß Hannah (10), und Franziska (10) ergänzt: "Von einigen Liedern haben wir sogar richtige Ohrwürmer. Dann möchte man den ganzen Tag singen." Dazu wird sie am 30. Oktober noch Gelegenheit haben. Dann singt der Kinderchor Hardenberg um 15 Uhr in der evangelischen Kirche.

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