Mehr als 50 Maßnahmen haben die Technischen Betriebe Velbert aufgelistet.

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An der Lessingstraße wird die Fahrbahndecke derzeit in Stand gesetzt – andere Straßen sind noch in der Warteschleife. Der Winter hat überall in Velbert tiefe Spuren hinterlassen.

An der Lessingstraße wird die Fahrbahndecke derzeit in Stand gesetzt – andere Straßen sind noch in der Warteschleife. Der Winter hat überall in Velbert tiefe Spuren hinterlassen.

Simone Bahrmann

An der Lessingstraße wird die Fahrbahndecke derzeit in Stand gesetzt – andere Straßen sind noch in der Warteschleife. Der Winter hat überall in Velbert tiefe Spuren hinterlassen.

Velbert. Der harte Winter sollte bei den aktuellen Temperaturen eigentlich längst in Vergessenheit geraten sein. Ist er aber nicht: Mit jedem Schlagloch, durch das die Autos nicht nur auf den Velberter Straßen rumpeln, ruft sich der kalte Geselle wieder in Erinnerung.

Noch immer arbeiten die Reparaturkolonnen von Stadt, Kreis und Landesbetrieb Straßen NRW daran, die Fahrbahnen instand zu setzen, und es wird wohl noch bis zum nächsten Winter dauern, bis das Gros der Schäden beseitigt ist.

Das eingedrungene Wasser ist gefroren und hat sich ausgedehnt

Schon während der kalten Tage haben die Straßenbegeher der Technischen Betriebe (TBV) die ersten Schäden gemeldet, berichtet Diplom-Ingenieur Arnd Sulimma, bei den TBV für die städtischen Straßen zuständiger Sachgebietsleiter.

Straßenmeister Georg Scheitza hat die schadhaften Stellen untersucht, am Ende stand eine Liste von 50 Maßnahmen allein für die Verkehrswege in kommunaler Verantwortung: "Das reichte von kleineren Aufbrüchen bis zum Schaden im Unterbau", so Sulimma. Ursache ist eindringendes Wasser, das zu Eis gefriert und sich ausdehnt. Taut es, bleiben Hohlräume zurück, die durch die Verkehrsbelastung aufbrechen.

Oberflächliche Aufbrüche können die TBV selber flicken, bei Temperaturen unter zehn Grad mit Kaltasphalt, wenn es wärmer ist auch mit heißem Asphalt. "Das ist Tagesgeschäft", sagt Sulimma, diese Schäden seien in den 50 gelisteten Maßnahmen noch gar nicht enthalten.

Unter den städtischen Straßen sind in Neviges streckenweise besonders betroffen die Bereiche Beethoven- und Schubertstraße, Bogen- und Wilhelmstraße, die Ansembourgallee, die Kreuzung Wilhelm- und Lohbachstraße, Siebeneicker, Hohenbruch- und ein Teil der Ringstraße, Lilienstraße, Hügelstraße und Goethestraße. Allein für Sofortmaßnahmen haben die TBV etwa 500.000 bis 600.000 Euro veranschlagt, die aus dem laufenden Budget finanziert werden, so der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Bernhard Wieneck.

Zur Zeit probiert eine Kolonne der zehnköpfigen Straßenunterhaltungsmannschaft ein Infrarotheizgerät aus: Der Asphalt wird auf zwei Quadratmeter Fläche etwa vier Zentimeter tief aufgeheizt, aufgebürstet und aufgefüllt. "So werden Fugen vermieden", erklärt Sulimma sie wären die Schwachstelle im nächsten Winter.

Eine neue Straßendecke allein reicht oft nicht aus

Reicht die schadhafte Stelle jedoch bis in den rund 60 Zentimeter tiefen Unterbau, dann ist eine neue Decke allein nicht genug. Besonders stark betroffen sind laut Sulimma die Linksabbiegerspur von der Lohbach- in die Wilhelmstraße, der Bereich Beethoven- und Schubertstraße, die Ansembourgallee und die komplette Hohenbruchstraße.

An der Lilienstraße laufen die Arbeiten gerade, und auch die Hügelstraße bekommt zwischen den Einmündungen Krumbachstraße in Kürze eine neue Decke und einen neuen Kanal.

Der Landesbetrieb Straßen NRW hat einige Sorgenkinder mehr in der Schloßstadt. Priorität haben Autobahnen und Bundesstraßen räumt der Leiter der Straßenmeisterei Velbert ein. Das Budget lasse nicht alles zu, was wünschenswert sei.

So wird auf der in Neviges besonders betroffenen Bernsaustraße nicht die komplette Decke erneuert, sondern voraussichtlich nach den Sommerferien - nur punktuell an den großen Aufbrüchen.

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