Zur Überraschung der Tierpfleger im Herminghauspark bekam Heidschnucke „Schnucki“ Ende April Nachwuchs – obwohl die Herde rein weiblich ist.

Die zahme Heidschnucken-Dame mit ihrem Lämmchen, das am Montag auf den Namen „Chalotte“ getauft wurde. Bevor „Schnucki“ im Dezember ins Tiergehege kam, hatte sie wohl Kontakt zu einem Böckchen.
Die zahme Heidschnucken-Dame mit ihrem Lämmchen, das am Montag auf den Namen „Chalotte“ getauft wurde. Bevor „Schnucki“ im Dezember ins Tiergehege kam, hatte sie wohl Kontakt zu einem Böckchen.

Die zahme Heidschnucken-Dame mit ihrem Lämmchen, das am Montag auf den Namen „Chalotte“ getauft wurde. Bevor „Schnucki“ im Dezember ins Tiergehege kam, hatte sie wohl Kontakt zu einem Böckchen.

Simone Bahrmann

Die zahme Heidschnucken-Dame mit ihrem Lämmchen, das am Montag auf den Namen „Chalotte“ getauft wurde. Bevor „Schnucki“ im Dezember ins Tiergehege kam, hatte sie wohl Kontakt zu einem Böckchen.

Velbert. Freudiges Ereignis im Tiergehege des Herminghausparks: Vor gut drei Wochen erblickte dort das Lämmchen von Heidschnucke "Schnucki" das Licht der Welt. Eine echte Überraschung - denn bei der Herde aus "Schnucki" und sechs Skudden (einer uralten Schafsrasse) handelt es sich ausschließlich um Damen. Woher also der Nachwuchs, den eine Gruppe der Kindertagesstätte Niederzwerg jetzt auf den Namen "Charlotte" taufte?

Des Rätsels Lösung: Das geschenkte Schaf war unbemerkt trächtig

Anni Pajonk kann helfen, das Rätsel zu lösen. Die Frau des ehemaligen Stadtförsters Richard Pajonk hatte die Herde ihres Mannes nach dessen Tod im vergangenen Jahr aufgelöst. "Schnucki" war die letzte des Bestands und kam am 16. Dezember in den Herminghauspark.

Das zwei Jahre alte, von Pajonks mit der Flasche großgezogene Schaf hatte die Wochen zuvor allein mit einem Heidschnuckenböckchen auf der Weide gestanden. Kein Wunder also? Zumindest höchst verwunderlich, findet Maria Pajonk, Tochter des Försters, denn mit gerade einmal sechs Monaten war das Böcklein eigentlich weder reif noch groß genug.

Doch Alter hin, Größe her - irgendwann Ende November muss die Natur irgendwie ihren Lauf genommen haben, denn am Morgen des 25.April lag das Ergebnis in Form von Klein-Charlotte neben ihrer Mutter im Gras des Geheges: "Mein Kollege hat es dort entdeckt und war völlig überrascht", berichtet Tierpfleger Miro Djakovac.

Jetzt tobt das kleine, pechschwarze Heidschnuckenmädchen über die Wiese, während "Schnucki" Djakovacs Futtereimer inspiziert. Mit Möhrenstückchen versuchen unterdessen die Niederzwerg-Kinder, die Aufmerksamkeit von Mutter und Kind auf sich zu ziehen.

Das Tiergehege im Herminghauspark - unmittelbar am Eingang Uelenbeek gelegen - ist von 7 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist kostenlos. In den nächsten Monaten wird das Gehege komplett umgebaut und modernisiert.

Während die an Menschen gewöhnte Heidschnucke sich nicht von den Kleinen aus der Ruhe bringen lässt, stürmt das Lämmchen immer wieder heran, um sogleich im sausenden Galopp in Richtung der Skudden zu entschwinden, die argwöhnisch aus einer entfernten Ecke den ungewöhnlichen Auftrieb in ihrem Gehege beäugen.

Die etwas scheuen Damen werden in Kürze wieder ins Sommerquartier an der Werdener Straße umziehen, wo sie im Außengelände des Nordfriedhofs als Rasenmäher fungieren. "Charlotte" und die zutrauliche "Schnucki" bleiben aber als eine Attraktion des Herminghausparks auf ihrer kleinen Weide.

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