Velbert. "Die Anklageschrift im Fall Kassandra ist unterschrieben. Sie wird dem Gericht und der Verteidigung in diesen Tagen zugestellt", sagte am Montag der Wuppertaler Staatsanwalt Rüdiger Ihl. "Der Tatvorwurf lautet auf versuchten Mord."

Verantworten muss sich ein heute 15-jähriger Nevigeser. Er soll die kleine Kassandra (9) Mitte September mit Steinschlägen schwer verletzt und anschließend in einen Gullyschacht geworfen haben. Den Eingang hatte er mit dem schweren Deckel verschlossen. Erst nach stundenlanger Suche war das Kind gefunden worden. Unterkühlt und mit schweren Verletzungen am Kopf und im Bauchraum, kam Kassandra ins Krankenhaus und wurde für eine Woche ins künstliche Koma versetzt.

Seit Oktober sitzt der Jugendliche, gegen den immer mehr Indizien sprechen, in U-Haft. Drei Haftbeschwerden seiner Hamburger Anwältin waren von den zuständigen Gerichten abgelehnt worden. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.

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