Aufführungsdauer, Eintrittspreise, Material- und Personalaufwand: Die Dimensionen der Velberter „Ringwoche“ im Mai sprengen alles bislang Dagewesene.

Opulent und werkgetreu bringt das Landestheater Detmold Wagners „Ring“ – hier eine Szene aus „Rheingold“ – auf die Bühne.
Opulent und werkgetreu bringt das Landestheater Detmold Wagners „Ring“ – hier eine Szene aus „Rheingold“ – auf die Bühne.

Opulent und werkgetreu bringt das Landestheater Detmold Wagners „Ring“ – hier eine Szene aus „Rheingold“ – auf die Bühne.

Veranstalter

Opulent und werkgetreu bringt das Landestheater Detmold Wagners „Ring“ – hier eine Szene aus „Rheingold“ – auf die Bühne.

Velbert. Wahn! Schwimmende Rheintöchter, reitende Walküren, Riesen, Drachen, Götter und Gnome: Was Bayreuth kann, will Velbert auch können.

Mit einem sehr ehrgeizigen Projekt will der städtische Kultur- und Veranstaltungsbetrieb (KVBV) in der Region auf Velbert aufmerksam machen und hat sich dafür einen Kulturkoloss allererster Güte geangelt: Richard Wagners "Ring des Nibelungen".

Aufführungsdauer, Eintrittspreise, der Personal- und Materialaufwand sprengen alles bisher Dagewesene. An vier Abenden im Mai wird der ganze legendäre Ring im Forum Niederberg vom Landestheater Detmold auf die Bühne gebracht.

16 Stunden Wagner an vier Tagen, dazu Ausstellungen und Vorträge

"Das wird es nur einmal geben", freut sich Fabian Kern, Kulturchef beim KVBV. Die Detmolder seien die einzigen, die den Ring als Gastspieltheater auf die Bühne bringen. "Und Velbert ist die einzige Stadt, die den ganzen Ring in einer Woche aufführt."

16 Stunden - so lange dauert die Aufführung der vier Teile des gigantischen Musikdramas. Dafür werden rund 130 Mitwirkende auf der Bühne, im Chor und im Orchestergraben agieren. Fabian Kern schwärmt über die Inszenierung: "Sie ist sehr detailgetreu und orientiert sich am Original-Regiekonzept Wagners."

Rheingold (Samstag, 1. Mai, 19.30 Uhr), Walküre (Sonntag, 2. Mai, 16 Uhr), Siegfried (Freitag, 7. Mai, 17 Uhr), Götterdämmerung (Sonntag, 9. Mai, 16 Uhr). Gesamtdauer: rund 16 Stunden.

Reihe 3 bis 12: 236 Euro, Reihe 13 bis 18: 176 Euro, Reihen 19 und 20: 116 Euro.

Doppelvernissage am 30. April um 19 Uhr im Schloss- und Beschlägemuseum sowie im oberen Foyer: Wagner-Autographen und Künstlerbund Velbert. Vorträge am 4., 6. und 8. Mai (jeweils 19.30 Uhr) über Wagner, den Ring und die Bühnenbilder.

Telefon 95 04 45

Für 236 Euro ist man in der besten Kategorie an allen Abenden dabei, in der günstigsten Preisgruppe bezahlt man 116 Euro. Über 100 Abonnenten haben sich bereits den kompletten Ring gesichert. "Wir gehen jetzt in den Einzelverkauf", kündigt Kern an, ab März gebe es die Tickets auch online.

Über die Kosten des Mammutprojektes schweigt Kern sich aus. Nach Informationen unserer Zeitung bewegt sich das Budget knapp unter dem sechsstelligen Bereich. Mit vier ausverkauften Abenden wäre der Ring für den KVBV jedoch kostendeckend.

Eingebettet sind die Aufführungen in die "Velberter Ringwoche" vom 30. April bis 9. Mai. Zum Auftakt wird im Schloss-und Beschlägemuseum und oberen Foyer des Forums eine Doppelausstellung eröffnet: "Wir zeigen bislang unveröffentlichte Wagner-Autographen und auch Bühnenbildentwürfe der Walküre-Uraufführung", freut sich Kern. Zudem wird der Künstlerbund Velbert seine Sicht des "Rings" präsentieren.

Ergänzende Vorträge sowie ein Kleinkunstabend mit den "Thalias Kompagnons" in der Vorburg Schloss Hardenberg in Neviges runden das Programm ab. Um den sinnlichen Genuss perfekt zu machen, hat das Restaurant Stemberg ein "Velberter Ringmenü" komponiert - inspiriert von Wagners Lieblingsspeisen.

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