Feier: Zum 20-jährigen Bestehen des Theaters Kuhstall widmet sich das Ensemble einem bekannten Märchen – in gewohnt eigener Interpretation.

Die Proben sind in vollem Gange: Die Schauspieler des Velberter Theaters Kuhstall erarbeiten sich gerade das Märchen Dornröschen, das ab März zu sehen sein wird.
Die Proben sind in vollem Gange: Die Schauspieler des Velberter Theaters Kuhstall erarbeiten sich gerade das Märchen Dornröschen, das ab März zu sehen sein wird.

Die Proben sind in vollem Gange: Die Schauspieler des Velberter Theaters Kuhstall erarbeiten sich gerade das Märchen Dornröschen, das ab März zu sehen sein wird.

Simone Bahrmann

Die Proben sind in vollem Gange: Die Schauspieler des Velberter Theaters Kuhstall erarbeiten sich gerade das Märchen Dornröschen, das ab März zu sehen sein wird.

Velbert. Jubiläum im Kuhstall: Die gleichnamige Theatergruppe aus Langenberg feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen mit der Aufführung eines weiteren Märchens. "Hil-Fee für Dornröschen" heißt die Inszenierung frei nach der Vorlage der Gebrüder Grimm, die das Ensemble an drei März-Wochenenden in der Aula des Gymnasiums Langenberg spielt.

Da Regisseur José Almansa und Regieassistentin Annette Haupt, die außerdem als Dornröschen auf der Bühne steht, das Stück in bester Kuhstallmanier adaptiert haben, dürfen sich die Zuschauer wieder auf einige ungewöhnliche Wendungen gefasst machen. Da sprechen schon die Namen der guten Feen für sich: Sie heißen Hil-Fee, Tie-Fee und Har-Fee, Toffie-Fee, Schla-Fee und Schlau-Fee und versuchen, den Fluch, der auf der lieblichen Prinzessin Rosa liegt, abzuwenden. Bekanntlich soll das Töchterlein des Königspaars (Petra Hillemacher und Jörg Schubert) an ihrem 16. Geburtstag an einem Stich zugrunde gehen.

Schauspielerin Isabel Sandig gibt der Gruppe den letzten Schliff

Probe im Gymnasium Langenberg: Verzweifelt versucht der Hofstaat, alle spitzen Gegenstände - von der Kuchengabel bis zur Krone der Königin - zu entsorgen. Isabel Katharina Sandig ist das Spiel der Akteure allerdings viel zu statisch und nicht fließend genug. Die Mitbegründerin des Essener Sago-Theaters, die der Langenberger Gruppe auf dem Weg zur Generalprobe den letzten Schliff gibt, springt mit einem Satz auf die Bühne und demonstriert anhand der Rolle des fahrenden Händlers Seccuro, was sie mit ihren Anweisungen meint.

Seit Ende September laufen donnerstags die Proben zunächst Szene für Szene, bevor zum Schluss an fünf Sonntagen das Stück als Ganzes durchgespielt wird. Dann müssen die Bühnenbilder fertig und Requisiten an Ort und Stelle sein. Auch die Kostüme müssen sitzen, Ton- und Lichttechnik funktionieren. Lampenfieber? "In 20 Jahren bekommt man Routine", sagt Almansa, der im Alltag Oberbrandmeister bei der Velberter Feuerwehr ist. Für viel mehr Spannung sorge die Frage, ob das Stück beim Publikum ankommt.

Was wünscht sich das gut 30-köpfige Ensemble - zur Hälfte Schauspieler und Helfer hinter den Kulissen - zum Jubiläum? "Wir brauchen dringend noch einige männliche Schauspieler", sagt José Almansa. Es gab bereits einige Aufrufe mit der Bitte um Verstärkung: "Darauf hat sich aber selten mal ein Mann gemeldet", so der 54-Jährige. Die Herren übernähmen lieber Aufgaben im Bereich der Technik.

Hinter manchem Freiwilligen verbirgt sich großes Talent

Samstag, 13. März, um 17Uhr und Samstag, 20. März, um 14.30 Uhr sowie Sonntag 21.März, um 15.30 Uhr, jeweils im Gymnasium Langenberg. Drei weitere Aufführungen sind bereits ausverkauft. Der Erlös kommt Grundschulen der Umgebung zugute.

Eintrittskarten für "Hil-Fee für Dornröschen" gibt es im Workshop Kostka, Hellerstraße 9, in Langenberg sowie im Internet für drei Euro (Kinder) und fünf Euro (Erwachsene).

Dass sich hinter manchem Freiwilligen ein großes Talent verbirgt, zeigt "Prinz" Robert Ahl. "Ich wollte eigentlich nie auf die Bühne", sagt der 53-Jährige, der anfangs hinter den Kulissen tätig war. Als 1996 "Das Ufo auf dem Froweinplatz" zur Landung ansetzen sollte, fiel drei Wochen vor der Premiere ein Darsteller aus. Ahl, mit den Texten bestens vertraut, übernahm den Part - und steht seither vor Publikum.

"Ich hätte nie gedacht, dass mir das so viel Spaß macht", bekennt der Langenberger, der bei der Kreispolizei tätig ist. "Er ist einer unserer Besten geworden", bestätigt Almansa, "viel zu schade, ihn hinter der Bühne zu belassen."

Die Prinzenrolle in diesem Jahr ist allerdings ein wenig stressiger: "Ich habe einen ganzen Koffer voller Kostüme", erzählt Robert Ahl, der sich innerhalb des Stücks drei Mal umziehen muss.

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