Velbert. Anlässlich der Diskussion um den Beschluss des Stadtrates die Villa Herminghaus aus Denkmalliste streichen zu lassen, um Shopping-Center errichten zu können, bezieht Harry Gohr, Fraktionsvorsitzender der Linken zu dem Thema Stellung.

So haben Die Linken von Anfang gegen das geplante Marktzentrum und für den Erhalt der Villa Herminghaus gestimmt. Ohnehin sei die Planung des Neubaus für Velbert einige Nummern zu groß, findet Harry Gohr. "In Velbert kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden, und gerade jetzt ist die Kaufkraft tausender Arbeitnehmer durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit gesunken. Die Leidtragenden des neuen Einkaufszentrums wären die kleinen Geschäfte in der Friedrichstraße, die dann weiter zu veröden droht", meint Gohr. Die Villa Herminghaus sollte nicht nur stehen bleiben - sie müsste mit kulturellem Leben erfüllt werden. Neben dem Vorschlag, das Gebäude als Standesamt zu nutzen, könnten sich die Linke die Villa auch gut als Tagungsstätte für Fachvorträge oder als Ausstellungsort für das Stadtarchiv vorstellen. "Das geschichts-trächtige Haus abreißen, damit sich Investoren mit dem Projekt zum Schaden der Velberter eine ‚goldene Nase’ verdienen - das kann nicht sein", sagt Gohr.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer