Planung: Das Architekturbüro Krieger errichtet einen Neubau, in den fünf Praxen einziehen werden. Neun weitere gibt es bereits in der nahen Umgebung.

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So soll der Neubau aussehen. das heutige Gebäude Blumenstraße 3 wird dafür abgerissen, das Kreisgesundheitsamt zieht mit weiteren Beratungsstellen der Stadt in die alte Dampfbäckerei. (Computer

So soll der Neubau aussehen. das heutige Gebäude Blumenstraße 3 wird dafür abgerissen, das Kreisgesundheitsamt zieht mit weiteren Beratungsstellen der Stadt in die alte Dampfbäckerei. (Computer

Büro Krieger

So soll der Neubau aussehen. das heutige Gebäude Blumenstraße 3 wird dafür abgerissen, das Kreisgesundheitsamt zieht mit weiteren Beratungsstellen der Stadt in die alte Dampfbäckerei. (Computer

Velbert. "Ein echter Meilenstein," befindet Bürgermeister Stefan Freitag. Dass dieser jetzt schon gesetzt werden kann, überrascht selbst Dr. Gerd Aretz. Der Hautarzt bekennt, dass er mit diesem Tempo nicht gerechnet hatte.

Anfang des Jahres waren bekanntlich die Pläne für ein zentrales Ärztehaus an der Nedderstraße gescheitert. Jetzt steht die Realisierung an anderer Stelle vor dem Start: An der Blumenstraße soll das "Gesundheitsquartier" entstehen. Freitag: "Ein echter Fortschritt in der Innenstadtentwicklung."

Erst im Frühsommer hatte Aretz den Architekten Michael Krieger angesprochen. "Er hat die Initiative ergriffen", sagt Krieger, der die Idee aufgriff und weiterentwickelte. Noch vor den Sommerferien wurden Verhandlungen mit der Stadt geführt. "In Rekordzeit", lobt Freitag seine Behörde, seien die Beschlüsse gefasst worden. Das Zusammenspiel habe funktioniert.

"Für die Bürger eine ideale Situation."

Dr. Gerd Aretz, Hautarzt

Freitag erinnert an die hehren Pläne für die Nedderstraße, "die nicht an den Velberter Akteuren gescheitert sind. Der Investor wollte sie nicht mehr umsetzen". Umso erfreuter sei man über die neue Entwicklung. "Es ist eine Planung, die uns fast besser gefällt. Sie befindet sich im Herzen der Stadt und ist ein Frequenzbringer für die Innenstadt", so Freitag. Was Aretz nicht anders sieht: "Die Idee, das viele Mediziner zusammengefasst werden, ist richtig. Für die Bürger entsteht eine ideale Situation." Wie Krieger betont, sind im Umfeld Blumenstraße heute schon neun Arztpraxen ansässig.

Investiert werden vier bis fünf Millionen Euro

Das heutige Gebäude Blumenstraße 3 wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Vier bis fünf Millionen Euro investiert Krieger in den Standort. Der Großteil der Flächen sei bereits vermietet. Im Erdgeschoss vergrößert sich die Schlotschmet-Apotheke. Außerdem findet italienisch ausgerichtete Gastronomie Raum - mit Außenterrasse in Richtung Spielplatz Blumenstraße. Krieger: "Das wird städtebaulich eine sehr, sehr schöne Ecke."

An der Blumenstraße3 soll das Gesundheitsquartier aufgebaut werden. Das Architekturbüro Krieger hat nicht nur das Haus, das heute das Kreisgesundheitsamt beherbergt, erworben (750 Quadratmeter Grundstück), sondern auch die angrenzende 500 Quadratmeter große Fläche.

Das Haus wird vier Geschosse haben. Drei der vier Etagen sind bereits vermietet. Auf dem Dach entsteht eine 150 Quadratmeter große Penthouse-Wohnung.

Für die aktuellen vier privaten Mieter wurden neue Wohnungen bereits gefunden. Das Kreisgesundheitsamt zieht - wie alle Beratungsstellen der Stadt - auf das Gelände der Dampfbäckerei an der Schmalenhofer Straße. Die Konzentration der Beratungsdienste wird den Etat der Stadt um 100000Euro im Jahr entlasten.

Im ersten Geschoss wird die Praxis Aretz die nötigen Flächen finden. Fest zugesagt haben laut Krieger ferner ein Physiotherapeut, ein Gynäkologe und ein Schmerztherapeut. Nur eine Etage des viergeschossigen Baus ist noch nicht vermietet. "Doch dafür gibt es bereits zwei Interessenten - ein Zahnarzt und ein Chirurg", so Krieger.

Im März/April 2011 soll mit dem Abriss begonnen werden. Bis zum 15. November wird der Bauantrag gestellt. "Zum 1. April wollen wir das Gebäude übergeben", kündigt der Investor an.

Die Konzentration der Arztpraxen an der Blumenstraße soll dem Bereich täglich mehr als 2000 Kunden bescheren. "Das heißt, dass auch die mittlere und obere Fußgängerzone weiteren Zulauf erhalten werden", rechnet Wirtschaftsförderer Wilfried Löbbert vor. "Eine weitere Aufwertung für die Friedrichstraße".

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