Die fünfte Seniorenmesse im Forum Niederberg war eine erfolgreiche Veranstaltung. An fast 70 Ständen konnten sich die Besucher informieren.

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Eine Attraktion der Seniorenmesse: die Modenschau. Auch Carmen Luthe-Kohnen wagte sich als Model auf den Laufsteg.

Eine Attraktion der Seniorenmesse: die Modenschau. Auch Carmen Luthe-Kohnen wagte sich als Model auf den Laufsteg.

Simone Bahrmann

Eine Attraktion der Seniorenmesse: die Modenschau. Auch Carmen Luthe-Kohnen wagte sich als Model auf den Laufsteg.

Velbert. "So schmeckt das also: Richtig lecker", stellt Erika Seidel fest, als sie das Essen auf Rädern der Arbeiterwohlfahrt kostet. Vollgepackt mit Infomaterial probiert die 69-jährige Velberterin aus, holt sich Ratschläge ein und vergleicht. "Die Seniorenmesse ist einfach klasse. Hier hat man ein breites Angebot dicht beieinander - ohne, dass man sich die Füße wund laufen muss."

Die fünfte Auflage der Seniorenmesse am Samstag war wieder einmal ein großer Erfolg. Für Senioren aus dem Veranstaltungskalender der Stadt nicht mehr wegzudenken, erfreute sich die Messe im Forum Niederberg noch einmal gewachsener Beliebtheit. Mit 68 Ständen bot sie den zahlreichen Besuchern alles zum Thema Gesundheit und Wohlbefinden. Körperliche sowie geistige Fitness, gesunde Ernährung, ein soziales aktives Umfeld und Freizeitangebote - das ist, was auch im Alter fit hält. Vortragsthemen und Shows ergänzten, klärten auf und unterhieten.

Die Zuschauer klatschen, als Brigitte Stöckler die Bühne betritt. In ihrem blauen Jackett zeigt sie Farbe und sieht richtig schick aus. Souverän meistert das Hobbymodel den Auftritt für das Modemobil und bringt mit den anderen Seniorenmodels den Zuschauern moderne, praktische und pflegeleichte Kleidung näher: "Ich war so aufgeregt. Mein Blutdruck ist direkt in die Höhe geschnellt. Den kann ich mir gleich messen lassen", sagt die aktive Seniorin lachend.

Auch Blutzuckermessung war vor Ort möglich

Ob Blutdruck- oder Blutzuckermessungen - die Besucher nehmen das Angebot gerne wahr. Besonders dann, wenn es von der Caritas Pflegestation nach dem kleinen Piekser einen süßen Muffin gab. Genutzt wird die Seniorenmesse vor allen Dingen als Hilfestellung. Fragen können gezielt beantwortet und Lösungen gefunden werden.

Die ausstellenden Firmen, Geschäfte, Vereine und Organisationen leisten an diesem Tag professionelle Aufklärungsarbeit. Zahntechnik Schromm nimmt Patienten durch Videopräsentationen die Angst vor künstlichem Zahnersatz und beantwortet Fragen in angenehmer und persönlicher Atmosphäre. Heilpraktikerin Therese Vinnemeyer bringt den Senioren neben der Schulmedizin auch die alternative Medizin näher: "Ich nehme zum ersten Mal an der Seniorenmesse teil und bin beeindruckt, wie viel Andrang und Interesse hier herrscht."

"Velbert ist seniorenfreundlich."

Jutta Hermeth

Sport und Gesundheit, Medien, Kommunikation und seniorengerechte Technik, Ernährung und Freizeit, Wohnen und Leben im Alter, Pflege, Beratung und Hilfestellung, Finanzen und Vorsorge, öffentliche und soziale Einrichtungen, Reisen, Hobby und Mode.

Vortrag "Älter werden - gesund bleiben" von Dr. Dag Schütz, Kochshow mit Walter Stemberg, Modenschau mit dem Modemobil, Vortrag Herbstfarben - Farben sehen, Farben empfinden, mit Farben gestalten, Muntermacher-Gymnastik, Retrospektive mit Gerda Klingfenfuß, "Urlaub früher", Shanty-Chor der Marinekameradschaft Velbert 1912 e. V., "Liebe und Leidenschaft" - eine Betrachtung, Vorstellung des ZWAR-Projekts "Zwischen Arbeit und Ruhestand", Velberter Mandolinenorchester.

Jutta Hermeth vom Organisationsteam ist mit der fünften Messe mehr als zufrieden: "Velbert ist seniorenfreundlich. Und genau das zeigt der heutige Tag." Der Meinung sind auch die Besucher: Aktiv wollen sie sein, teilhaben an dem Velberter Leben. So spielt nicht nur die körperliche Gesundheit eine Rolle. Ganz nach dem Motto: Senioren sind für Senioren da, sind auch zahlreiche Angebote gesellschaftlicher Art zu finden. Ob die Zeitung "Standpunkte", die von fitten Senioren geschrieben wird, um über Velberts Themen zu diskutieren, Tipps für Ausflüge und Reisen zu geben oder das selbstorganisierte "ZWAR-Netzwerk" in Neviges, das gemeinsame Aktivitäten und Projekte entwickelt und verwirklicht und am Samstag einlädt, sich ihm anzuschließen.

Helene Osnowski lässt sich von der Menge treiben, trifft alte Bekannte, holt sich Ratschläge und Tipps und knüpft neue Bekanntschaften: "Seit mein Mann verstorben ist, bin ich froh um jeden neuen Kontakt, den ich schließen kann. Heute habe ich viele nette Menschen kennen gelernt - das gibt Lebensfreude!"

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