Stadt, Wohnungswirtschaft, Schulen und die Universität Münster führen in Birth, Kostenberg und Losenburg Umfrage durch.

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In Birth erhalten Anwohner bald Besuch von Velberter Schülern, die sie zu Wohnumfeld und Nachbarschaft befragen.

In Birth erhalten Anwohner bald Besuch von Velberter Schülern, die sie zu Wohnumfeld und Nachbarschaft befragen.

Stefan Fries

In Birth erhalten Anwohner bald Besuch von Velberter Schülern, die sie zu Wohnumfeld und Nachbarschaft befragen.

Velbert. Wie ist es mit der Freundlichkeit der Nachbarn bestellt? Gibt es Anlagen für Kinder in der Umgebung, und wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel? Die Velberter Wohnwirtschaft weiß, dass es in den Stadtteilen Birth, Losenburg und Kostenberg "noch jede Menge zu tun gibt". "Ich möchte nicht so weit gehen und die Stadtteile als Velberts Problemgebiet bezeichnen, aber uns ist bewusst, dass sich in diesen Stadtteilen gewisse Probleme häufen", sagt Klaus Jaeger, Vorstandvorsitzender des Spar- und Bauvereins. Die Arbeitsgruppe Wohnen des Lokalen Bündnisses für Familie/Integration lässt in den kommenden Wochen eine Umfrage zu Wohnumfeld und Nachbarschaft in 400 Haushalten durchführen, um Wünsche und Bedürfnisse der Anwohner herauszufinden.

Institut der Universität Münster ist wissenschaftlicher Partner

Unterstützung bei der Durchführung hat der Arbeitskreis dabei von Ulrich van Suntum bekommen. Der Direktor des Instituts für Siedlungs- und Wohnungswesen der Universität Münster ist in Velbert aufgewachsen, wohnte lange Zeit in Birth. Seine Studenten haben mit Unterstützung von Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, der Gesamtschule und des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums einen Fragebogen mit rund 50 Fragen entwickelt. Auf dessen Grundlage werden die Schüler im Rahmen einer Projektarbeit in den kommenden Wochen Interviews mit Bewohnern durchführen. "Für die Bewohner ist es eine gute Chance, sich mitzuteilen", sagt André Clasen , Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Velbert. "Für uns ist es eine Möglichkeit herauszufinden, wie wohl sich die Menschen in unserem Stadtteil fühlen. Aus diesem Ansatz können wir wieder neue Ideen entwickeln. Auch wenn wir natürlich nicht alles heilen können", ergänzt Jaeger. Von den insgesamt 6000 Haushalten in den drei betroffenen Stadtgebieten sollen 400 befragt werden. bei einer Rücklaufquote von etwa 80 Prozent ist die Befragung zwar nicht repräsentativ, aber für den Anspruch der Arbeitsgruppe ausreichend aussagekräftig.

Die Studentengruppe der Universität Münster wird die Fragebögen auswerten. Ende Mai werden die Ergebnisse erwartet. Die Haushalte werden vorab über die Befragung informiert.

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