Die katholische Gemeinde hat einen alten Rettungswagen umrüsten lassen. Einmal in der Woche wird er Spielangebote in die Stadtteile bringen.

Kirche
Martin Sträßer, Schirmherr des Projekts, Helferin Martina Thromberens und Pastor Heinz-Otto Langel (v. l.) bringen den mit Motiven aus der Gemeinde versehenen Bus auf Hochglanz. Auch bei Stadtfesten und Veranstaltungen der Gemeinde soll der frühere Rettungswagen der Velberter Feuerwehr zum Einsatz kommen.

Martin Sträßer, Schirmherr des Projekts, Helferin Martina Thromberens und Pastor Heinz-Otto Langel (v. l.) bringen den mit Motiven aus der Gemeinde versehenen Bus auf Hochglanz. Auch bei Stadtfesten und Veranstaltungen der Gemeinde soll der frühere Rettungswagen der Velberter Feuerwehr zum Einsatz kommen.

Simone Bahrmann

Martin Sträßer, Schirmherr des Projekts, Helferin Martina Thromberens und Pastor Heinz-Otto Langel (v. l.) bringen den mit Motiven aus der Gemeinde versehenen Bus auf Hochglanz. Auch bei Stadtfesten und Veranstaltungen der Gemeinde soll der frühere Rettungswagen der Velberter Feuerwehr zum Einsatz kommen.

Wülfrath. Äußerlich erinnert an dem neuen Fahrzeug der katholischen Kirchengemeinde nichts mehr an einen Rettungswagen. Die orangene Signalfarbe ist einem dezenten Weiß gewichen, und statt der Notrufnummer zieren jetzt Bilder der Gemeindekirchen den Bus. Nur der Innenraum lässt noch gut erahnen, welche Funktion der zehn Jahre alte Bus ursprünglich besaß. „Er ist noch fast originalgetreu der eines Rettungswagens“, sagt Martin Sträßer vom Pfarrgemeinderat. „Lediglich die ehemalige Trage für die Patienten haben wir in einen praktischen Tisch mit darunterliegenden Schubladen umbauen lassen.“

„Auf die Resonanz der Kinder bin ich jetzt besonders gespannt. Ich hoffe, dass sie die Aktion gut annehmen werden.“

Martina Thromberens, ehrenamtliche Betreuerin in einem der Spielmobil-Teams

Genügend Stauraum wird der Bus für seine neue Aufgabe auch brauchen können, denn die katholische Kirchengemeinde hat den ausgemusterten Rettungswagen für ein besonderes Projekt erworben. „Der neue Bus soll demnächst als Spielmobil unterwegs sein“, sagt Sträßer, Schirmherr des Projektes. Nicht mehr der Transport von kranken Menschen wird künftig zu den Aufgaben des Busses gehören, sondern er wird Spielutensilien zu den Wülfrather Kindern bringen.

Geplant ist ein wöchentlicher Einsatz. Dabei soll jede Woche ein anderer Stadtteil angefahren werden. „Somit würden wir im Monat jeden der vier Wülfrather Stadtteile Düssel, Ellenbeek, Rohdenhaus und die Stadtmitte einmal anfahren“, erläutert Sträßer.

Für die wöchentlichen Spiel-Einsätze haben sich bereits drei Teams aus ehrenamtlichen Helfern zusammengefunden. „Die Resonanz war riesig. Viele Leute haben uns in der Idee bestätigt und halten das Spielmobil für eine tolle Sache“, sagt Sträßer.

Ehrenamtliche Helfer der Gemeinde betreuen das Angebot

Eine der Helferinnen ist Veronika Thromberens. Am Freitag ist sie mit anderen Ehrenamtlichen zur Kirche St. Joseph gekommen, um ihr neues Einsatzfahrzeug auf Hochglanz zu polieren. „In den kommenden ein bis zwei Wochen soll es vielleicht schon losgehen – da steigt die Vorfreude natürlich sehr“, sagt Thromberens, selbst Mutter eines Kindes.

Einsatz: Das Spielmobil soll wöchentlich zum Einsatz kommen und dabei jedes Mal einen anderen Stadtteil anfahren: Ellenbeek (roter Platz), Rhodenhaus (Bürgerzentrum), Düssel (vor dem katholischen Pfarrheim) und ein Ort in der Stadtmitte, der noch nicht feststeht. Auch der genaue Starttermin steht noch nicht fest. Voraussichtlich beginnt der Einsatz des Spielmobils in den kommenden zwei Wochen. Spielsachen und Möbel wurden bereits von der Gemeinde mit der Unterstützung der Kreissparkasse Düsseldorf angeschafft.

Für eines der vier Spielmobil-Teams fehlt noch die Besetzung. Interessierte können sich im Pfarrbüro melden. Telefonnummer 02058/31 76 oder per Mail: www.pfarrbuero@kath-wuelfrath.de
 

In Zukunft wird die Wülfratherin mit zwei weiteren Helfern einmal im Monat in die Ellenbeek fahren. Für einen häufigeren Einsatz fehlt ihr momentan noch die Zeit, außerdem solle das Spielmobil auch etwas Besonderes bleiben und seinen Reiz bei den Kindern nicht so schnell verlieren. „Auf die Resonanz der Kinder bin ich jetzt besonders gespannt. Ich hoffe, dass sie die Aktion gut annehmen werden“, sagt Martina Thromberens.

Bus wird auch bei Festen und Veranstaltungen vorfahren

Einzig vor der Fahrt mit dem großen und unübersichtlichen Bus graut es Thromberens noch. Aber Pastor Langel ermutigt sie: „Da fahren wir vorher mal auf einen Parkplatz und üben ein bisschen. Das ist einfacher als ihr denkt“, so Langel. Über die Funktion als Spielmobil hinaus soll der neue Bus auch auf Stadtfesten und bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen. „Wir wollen nicht immer nur auf die Leute in der Kirche warten, sondern auch rausfahren und zu den Menschen kommen“, sagt Sträßer. Besonders junge Menschen und Familien will die Gemeinde so vermehrt ansprechen.

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