Die Togo-Hilfe für Kleinbauern machte 2009 Fortschritte.

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In Togo werden jetzt Veterinärhelfer ausgebildet.

In Togo werden jetzt Veterinärhelfer ausgebildet.

privat

In Togo werden jetzt Veterinärhelfer ausgebildet.

Wülfrath. Togo gehört zu den ärmsten Ländern in Westafrika. Dort lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung auf dem Land. Das Togo-Projekt des Vereins "Hilfe für Kleinbauern in Togo" aus Wülfrath, geht große Schritte voran.

Der Verein bildet seit Anfang des Jahres 2009 zwei Veterinärhelfer pro Dorf in Togo aus, um die dortigen Hühner gegen die Parasiten- und Newcastle-Krankheit zu impfen. Neu hinzugekommen ist die Impfung gegen das häufige Massensterben von Hühnern - mit dem Impfstoff Vakzine aus Malaysia. Dieser Impfstoff wurde 2009 zum ersten Mal eingesetzt, um die Verwendung teurer Gaskühlschränke in Gebieten ohne elektrischen Strom zu vermeiden. Allerdings müssen die Tiere ein- bis zweimal im Jahr geimpft werden. In den Familien, in denen die Impfung Wirkung zeigt, müssen die Leute ab dem zweiten Jahr die Impfung selbst bezahlen.

Um sich von den Erfolgen der Impfung persönlich zu überzeugen, hat sich ein Trio des Togo-Vereins, Eberhard Karbe, seine Frau und einer von den vier Ärzten, auf den Weg nach Togo gemacht und neun Dörfer besucht, in denen die Kleinbauern bereits selber für die Impfungen bezahlen - manche schon seit neun Jahren. "Ich bezahle mit meinen Hühnerprofiten die Schulgelder, damit mein Bruder die Oberstufe besuchen kann," wird ein Kleinbauer zitiert.

Es gibt allerdings wenige Dörfer, in denen die Impfzahlen über die Jahre deutlich zurückgehen. Sie besuchen diese Dörfer, um die Gründe dafür zu erfahren. Dann versuchen sie, diese Ursachen zu beheben. Die durch das Projekt ermöglichten erhöhten Einkünfte erleichtern den Kleinbauern und deren Familien das Leben in vielen Bereichen. Auch Rückschläge sind leichter zu meistern, wie zum Beispiel gerade jetzt die witterungsbedingt schlechte Ernte von Bohnen und Mais.

Die Situation in Togo hat insgesamt in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Insbesondere wurde die Kommunikation in Stadt und Land durch die Handy-Nutzung verbessert. Dieses Projekt des Vereins hätte ohne die Unterstützung von einem privatem Spender und des Landes NRW nicht so erfolgreich sein können, wie es bis jetzt in 18 Dörfern der Fall ist.

Das Ziel des Projekts ist: "Eine echte Hilfe zur Selbsthilfe für ganz Togo!" Näheres zu dem Thema gibt es auf der Homepage unter

www.togohilfe.de

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