Neue Dämmung, Heizung und Belüftung, Nachbesserung im Brandschutz und eine Mensa: Rund 2,87Millionen Euro fließen in die Tönisheider Schule.

wza_996x1500_767456.jpeg
Im Gang unter der Aula wird die Lüftung für die neue Mensa im Untergeschoss installiert.

Im Gang unter der Aula wird die Lüftung für die neue Mensa im Untergeschoss installiert.

Während die neue Außenhülle für das Hauptgebäude schon fertig ist – die Wände wurden gedämmt und neu verputzt, neue Fenster eingebaut – werden die Arbeiten im Inneren der Realschule noch bis Weihnachten andauern.

Simone Bahrmann, Bild 1 von 2

Im Gang unter der Aula wird die Lüftung für die neue Mensa im Untergeschoss installiert.

Tönisheide. An der Heinrich-Kölver-Realschule geben sich die Handwerker noch immer die Klinke in die Hand. Bis Weihnachten wird es dauern, bis die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten abgeschlossen und die Gebäude bautechnisch auf den neuesten Stand gebracht sind. Größtes Projekt ist die dringend notwendige energetische Sanierung der fast 40 Jahre alten Schule.

Die Außenmauern leuchten jetzt ockerfarben mit Klinkerbordüre

Da hat sich bereits eine Menge getan: Die Außenmauern des Hauptgebäudes, dem ältesten Teil der Schule, haben ein Wärmedämmverbundsystem bekommen und sind nun in einem gelblichen Ockerton neu verputzt. Im Bereich der Sockel ziehen sich nun bunte Klinkerriemchen um das Gebäude: "Die halten auch mal einen Ball aus", erläutert die städtische Bauleiterin Jenny Tetter - im Gegensatz etwa zur ehemaligen Schieferverkleidung an der Aula. Der Bauabschnitt beinhaltet außerdem neue Fenster, unter denen sich nun zusätzliche Lüftungsgitter für die moderne Klimatechnik befinden: Jedes Klassenzimmer wird individuell durch ein Lüftungsgerät beheizt und - abhängig von der Kohlendioxidkonzentration - automatisch mit Frischluft versorgt.

Die Aula hat neue Fenster und eine Deckenstrahlheizung bekommen

Auch in der Aula sind die letzten alten Holzfenster durch moderne Verglasung ersetzt worden. Unter der Auladecke befindet sich inzwischen ein ganze Ansammlung blechverkleideter Rohre: Eine Deckenstrahlheizung sorgt demnächst für angenehme Temperaturen.

Irgendwo rattert ein Bohrhammer - um diese Uhrzeit am Nachmittag kein Problem. Während die Handwerker in den Schulferien freie Bahn hatten, werden die Arbeiten nun wieder möglichst so ausgeführt, dass Störungen des Unterrichts weitestgehend vermieden werden: "Ein solches Projekt lässt sich schlichtweg nicht allein in den Ferien durchziehen", wirbt Manuel Villanueva um Verständnis. Der Fachgebietsleiter "Planen und Bauen" beim städtischen Immobilienservice lobt indessen die gute, kooperative Zusammenarbeit mit der Schule.

Das Dach der Aula ist bereits komplett wärmegedämmt und neu gedeckt, während die Außenfassade noch mit grünen Aluminiumprofiblechen verkleidet wird. Im Untergeschoss trennt unterdessen eine provisorische Trockenbauwand den künftigen Mensabereich vom Treppenraum, hält Staub und Dreck drinnen und neugierige Schüler draußen. Die Fliesenarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Installationen an der Lüftungstechnik noch in vollem Gange. Die durchlaufenden Kanäle und Leitungen bedürfen einer besonderen Kapselung, um dem Brandschutz genüge zu tun. Ebenso wurden Fenster durch Glastüren mit freiem Zugang zum Schulhof eingebaut und so der geforderte zweite Rettungsweg realisiert.

Feuchtigkeitsschaden trug auch zu einer Verzögerung der Arbeiten bei

Die energetische Sanierung der 1962 errichteten Heinrich-Kölver-Realschule ist das größte Bauprojekt im Rahmen des Konjunkturpaketes II. Von 4,88 Millionen Euro, die der Bund der Stadt Velbert für die Bildungsinfrastruktur zur Verfügung stellt, fließen rund zwei Millionen in die Tönisheider Schule.

Für den künftigen Ganztagsbetrieb wird außerdem eine Mensa im Untergeschoss der Aula eingerichtet - die dafür veranschlagten 136000 Euro werden über das 1000-Schulen-Programm des Landes finanziert.

Außerdem wendet die Stadt 737000 Euro auf, um den Brandschutz im gesamten Gebäudekomplex auf den neuesten Stand zu bringen.

Den Boden mussten sich die Handwerker gesondert vornehmen: Erst im Zuge der Sanierung wurde bis dahin unbekannter Feuchtigkeitsschaden im Estrich entdeckt - eine dieser unvorhergesehenen, "kleinen Überraschungen", die mit dazu beigetragen haben, dass die Fertigstellung sich bis zum Jahresende verzögert, so Villanueva. Die Geduld sollte sich auszahlen: Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die alte Schule im neuen Gewand auch optisch erheblich gewonnen hat.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer