Gibt es bis Jahresende kein Ergebnis für den Standort Milchstraße, wird der ehemalige Hundeplatz provisorisch zum Spielfeld umfunktioniert, verspricht der Bürgermeister beim Bürgerverein Tönisheide.

Tönisheide. Wenn sich in Sachen Bolzplatz bis Ende des Jahres keine Lösung für das Gelände an der Milchstraße abzeichnet, soll auf dem ehemaligen Hundeübungsplatz an der Wülfrather Straße eine provisorische Ballspielfläche eingerichtet werden. Das sicherte Bürgermeister Stefan Freitag beim Gesprächsabend mit dem Bürgerverein Tönisheide zu.

Plan B, um nach fünf Jahren endlich zu einer Lösung zu kommen

Zwar machte Freitag keinen Hehl daraus, dass er selbst - wie auch die Technischen Betriebe (TBV) - nach wie vor den Standort an der Milchstraße bevorzuge. Der alte Hundeplatz sei wegen der Entfernung zum Ortskern, der fehlenden sozialen Kontrolle, vor allem aber wegen des Weges längs der vielbefahrenen Wülfrather Straße nicht der ideale Standort.

Nach fünf Jahren müsse aber endlich eine Lösung her. Deshalb soll als Plan B der Hundeplatz mit möglichst wenig Aufwand zum Bolzplatz umfunktioniert werden.

Ein weiteres Dauerbrennerthema ist wegen zahlreicher gefährlicher Situationen insbesondere für Fußgänger seit seiner Einrichtung der Kreisverkehr auf der Nevigeser Straße in Höhe des Discounters.

Ein Überweg unmittelbar am Kreisel (wie an der Ecke Wülfrather/Hochstraße) sei dort nicht machbar, weil Busse und Lastzüge dann Probleme beim Umfahren bekämen, berichtete Freitag vom Gespräch mit den städtischen Verkehrsplanern. Als Diskussionsgrundlage stellte der Bürgermeister folgenden Vorschlag vor: Weil viele Autofahrer den Kreisverkehr übersehen, wird - aus Richtung Velbert betrachtet - einige Meter vor dem Kreisel eine kleine Mittelinsel mit entsprechendem Hinweisschild postiert.

Etwa 20 Meter hinter dem Kreisverkehr wird eine Mittelinsel mit Fußgängerquerung eingerichtet. Dazu müsste aber möglicherweise die Fahrbahn vor der Einmündung Schubertstraße verschwenkt, die dort vorhandenen Parkplätze in den Fußweg hinein verlegt oder gar ganz entfernt werden.

Neuer Krisenstab als Konsequenz aus dem Ashland-Unfall

Weiteres Thema der mehr als dreistündigen, lebhaften Diskussion: die Konsequenzen, die die Stadt aus dem Unfall bei Ashland im vergangenen Jahr gezogen hat. Dazu berichtete der Bürgermeister zum einen von der neu geschaffenen "Stabsstelle für außergewöhnliche Schadensfälle", in der im Ernstfall alle beteiligten Stellen zusammengezogen werden.

Zum anderen seien die Städte des Kreises zurzeit dabei, Informationen über potenziell gefährliche Betriebe auszutauschen. Denn heute wisse man nicht, was sich jenseits der eigenen Stadtgrenzen befinde: "Wenn wir, wie jetzt geplant, einen großen Lebensmittelmarkt an der Kleestraße bauen wollen, müssen wir die Stellungnahmen der Nachbarstädte einholen. Über eine Fabrik mit gefährlichen Stoffen in der Nachbarschaft müssen wir nicht einmal informiert werden", kritisierte Freitag das Planungsrecht.

Thema war auch die geplante Bebauung eingangs der Wimmersberger Straße. Fragen gab es dabei vor allem zu einer weiteren Zufahrt durch die Verlängerung der Kantstraße bis zur Wülfrather Straße.

Laut den Stadtplanern sei die vorgesehene Trasse durchaus realisierbar und vor allem notwendig, so Stefan Freitag: "Selbst wenn wir an der Wimmersberger Straße einen Stadtpark bauen würden, braucht der Wimmersberg eine zweite Zufahrt."

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