Aus Sicht der Wülfrather Unternehmen sind die vier Stellplätze an der Goethestraße weder ausreichend noch geeignet.

Verkehr
An der Goethestraße ist für drei, maximal vier Wagen Platz – bei acht Taxen im Stadtgebiet.

An der Goethestraße ist für drei, maximal vier Wagen Platz – bei acht Taxen im Stadtgebiet.

Simone Bahrmann

An der Goethestraße ist für drei, maximal vier Wagen Platz – bei acht Taxen im Stadtgebiet.

Wülfrath. „Das ist kein Zustand“, sagt Daniel Bürger, Geschäftsführer von Taxi Trümper. „Das ist alles ätzend“, schimpft sein Kollege Helmut Klatt. Die beiden ärgert der neue zentrale Taxistand an der Goethestraße – in einer Parklücke in Fahrtrichtung Mettmanner Straße. Und mit ihrer Meinung sind sie nicht allein. „Die gesamte Situation ist für Fahrgäste, Fahrer und Taxiunternehmen nicht tragbar“, urteilt CDU-Vorsitzender Andreas Seidler.

Mit dem Abriss von Stadthalle und Rathaus ging der Streit um die Taxi-Stellplätze in der Innenstadt los. Die Stadt hatte im Frühjahr 2013 verschiedene Standorte vorgeschlagen, stieß damit aber bei Politik und Taxiunternehmen gleichermaßen auf Kritik. Einstimmig beschloss der Fachausschuss schließlich: „Nach Fertigstellung des Anger-Markts und den dazugehörigen Straßenbaumaßnahmen wird ein zentraler Taxistand im Bereich des Parkplatzes Am Diek eingerichtet und mit Beschilderung ausgewiesen.“

Fahrten starten in Richtung Mettmanner Straße

„Und das ist schief gelaufen“, befindet André Herbes (WG). Die Politik habe gehofft, dass sich Stadt und Taxifahrer absprechen würden. „Das hat wohl nicht funktioniert.“ Er und Seidler fordern: „Da muss eine neue Lösung her.“

Die Taxiunternehmen und -fahrer haben mehrere Kritikpunkte. So könne von einem zentralen Standort nicht die Rede sein, „wenn nicht alle Taxis dort abgestellt werden können“, so Helmut Klatt. Drei, maximal vier Wagen können dort warten – bei acht Taxis im Stadtgebiet. Die Folge: Das ein oder andere Taxi steht auch mal auf dem Vorplatz des Parkplatzes Diek – verkehrswidrig.

Außerdem mache die Lage für viele Ziele im Stadtgebiet Umwege nötig. „Das wollen die Kunden nicht. Das kostet dann mal schnell zwei, drei Euro mehr“, so Bürger. Insgesamt, sagt Klatt, „ist es an dieser Stelle zu eng und zu gefährlich“. Erste Zwischenfälle hat es schon gegeben: Einmal hat ein Rheinbahnbus einem Taxi einen Seitenspiegel abgefahren. In dieser Woche gab es eine leichte Kollision bei einem Wendemanöver auf dem Platz vor der Sparkasse.

Stadt verteidigt die Lösung und will weitere Plätze ausweisen

Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke sagt auf WZ-Anfrage, dass „andere Standorte im Bereich Diek nicht realisiert werden konnten“. Nun sollen noch Taxiplätze gegenüber dem Taxistand in der Schulbushaltestelle ausgewiesen werden. Laut Kauke sind die Schilder dafür schon bestellt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer