Die nicht zeitgemäßen Mehrfamilienhäuser in Birth werden abgerissen, um Platz für Einfamilien- und Doppelhäuser zu schaffen.

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Das Eckhaus Rosenweg/Nelkenweg ist bereits abgerissen worden, weitere werden weichen, um das Neubaugebiet „Grüne Insel“, benannt nach einem ehemaligen Ausflugslokal, zu entwickeln.

Das Eckhaus Rosenweg/Nelkenweg ist bereits abgerissen worden, weitere werden weichen, um das Neubaugebiet „Grüne Insel“, benannt nach einem ehemaligen Ausflugslokal, zu entwickeln.

Wobau/Repro: Simone Bahrmann

Das Eckhaus Rosenweg/Nelkenweg ist bereits abgerissen worden, weitere werden weichen, um das Neubaugebiet „Grüne Insel“, benannt nach einem ehemaligen Ausflugslokal, zu entwickeln.

Velbert. Ein Stadtteil wird umgebaut: Längst sind die Mehrfamilienhäuser an Nelken- und Rosenweg im Nordwesten von Birth nicht mehr zeitgemäß. 1953 erbaut, bildeten sie einst die Keimzelle eines der heute größten Velberter Wohnquartiere. Ganze Familien wohnten nach dem Krieg in den Zwei-Zimmer-Wohnungen. Jetzt rücken die Abrissbagger den Gebäuden zuleibe, sie sollen modernen, bezahlbaren Einfamilienhäusern weichen.

"Es gab sehr hohe Leerstände in den alten Häusern", berichtet André Clasen, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Velbert. Die Wobau ist Eigentümerin der einstmals 187 Wohneinheiten - die Gebäude Nelkenweg 1 bis 17 sind bereits dem Erdboden gleichgemacht. Von Zuschnitt, Größe und Technik her veraltet, fanden sich keine Mieter mehr für die Altbauten: "Eine Renovierung kam angesichts des Alters und Zustands der Häuser jedoch nicht infrage", so Clasen.

58 neue Einheiten sollen bis 2012 entstehen

Vor einem Jahr beschloss der Aufsichtsrat der Wobau daher eine Neuentwicklung des Areals. In nur wenigen Monaten erstellten die Stadtplaner einen neuen Bebauungsplan, der 58 Wohneinheiten in Form von freistehenden Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern vorsieht.

Mit der renommierten Firma Heinz van Heiden Massivhäuser - die Bauunternehmung aus Isernhagen bei Hannover hat seit 1931 über 38.000 Häuser gebaut - und der Sparkasse HRV als Finanzdienstleister bietet die Wobau nun zum Beispiel jungen Familien die Möglichkeit, Wohneigentum zum Festpreis zu erwerben.

Bei Grundstückspreisen ab 40.000 Euro für rund 180 Quadratmeter und Kosten etwa für ein Reihenmittelhaus von 130.000 Euro mit 110 Quadratmeter Wohnfläche - ohne Keller - sei das eigene Häuschen zuzüglich Vermessung und Hausanschluss schon für 180.000 Euro zu haben, rechnet Clasen vor.

Neue Ausrichtung Die Wohnungsbaugesellschaft Velbert (Wobau) besitzt aktuell 3500 Wohneinheiten. Laut Geschäftsführer Andrè Clasen wird ein gesicherter, marktfähiger Bestand von rund 3000 Wohnungen angestrebt. Des weiteren will die Wobau die Wohnungsverwaltung für Dritte von derzeit 1000 auf 1500 bis 2000 Einheiten ausbauen. Außerdem beabsichtigt die Wobau, mit bis zu 50 Projekten pro Jahr wieder selber ins Baugeschäft einzusteigen.

Wer es größer mag, findet auch Grundstücke mit mehr als 500 Quadratmetern. Bis zu zwei Geschosse sind möglich, daneben entsprechen die Häuser mit Brennwerttechnik, Solar- und Lüftungsanlage den neuesten energetischen Anforderungen. Eine Infrastruktur ist mit Kindertageseinrichtungen, Schulen und Sportanlagen bereits vorhanden.

In insgesamt vier Abschnitten sollen bis 2012 die Altbauten für das Baugebiet "Grüne Insel", das nach einer ehemaligen Ausflugsgaststätte benannt ist, beseitigt sein.

Nachdem der Abschnitt nördlicher Nelkenweg bereits geräumt ist, werden zurzeit die Gebäude am südlichen Nelkenweg leergezogen. Clasen hat aber schon das nächste Projekt im Auge: Mit dem laufenden Abriss der Hochhäuser am Nordpark steht ein weiterer Stadtumbau in Velbert auf der Tagesordnung.

Informationen zum Projekt "Grüne Insel" gibt es auf der Immobilienbörse der Sparkasse am 20. und 21. März jeweils von 11bis 16 Uhr im Sparkassen-Hauptgebäude sowie im Internet.

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