Ein Baugrund ist hergerichtet. Abrissgenehmigung für Aldi-Immobilie erteilt.

Vorne das neue Baufeld Goethestraße, hinten die Altstadt: Vom Höfchen aus fotografierte Simone Bahrmann diesen Blick auf das abendliche Wülfrath.
Vorne das neue Baufeld Goethestraße, hinten die Altstadt: Vom Höfchen aus fotografierte Simone Bahrmann diesen Blick auf das abendliche Wülfrath.

Vorne das neue Baufeld Goethestraße, hinten die Altstadt: Vom Höfchen aus fotografierte Simone Bahrmann diesen Blick auf das abendliche Wülfrath.

Bahrmann, Simone (simb)

Vorne das neue Baufeld Goethestraße, hinten die Altstadt: Vom Höfchen aus fotografierte Simone Bahrmann diesen Blick auf das abendliche Wülfrath.

Wülfrath. Die Baustellenzäune sind enger ans Grundstück gerückt. Fußgänger haben mehr Platz. Autofahrer haben im Bereich Goethestraße/Schillerstraße wieder bessere Sicht. Das von der GWG beauftragte Abrissunternehmen hat auf dem Areal von Autohaus und Tiefbauunternehmen ganze Arbeit geleistet. Der Baugrund ist nahezu bereit. Auf jeden Fall eröffnet er bereits neue Perspektiven. Wer von den Höhen des Höfchens zum Beispiel auf Goethestraße und Altstadt blickt, sieht an diesen eisig-klaren Abenden nicht nur ein schönes Panorama, sondern gewinnt einen Eindruck von der Dimension des Baufeldes. Nicht die einzige Veränderung, die in diesen Monaten die Goethestraße erlebt.

Lecker Tank hat Teile des Erdreichs verdreckt

GWG-Geschäftsführer Juan-Carlos Pulido ist zufrieden mit dem Fortgang des Grundstücks in zentraler Lage. Die Arbeiter werden vermutlich in dieser Woche abziehen. Eine weitere Kolonne muss aber im Februar noch einmal ausrücken. Ein vermutlich undichter Tank hat seine Spuren im Boden hinterlassen. „Das lassen wir zurzeit sehr gründlich untersuchen“, sagt Pulido. Weit in der Fläche und tief im Boden werde das Erdreich auf Rückstände geprüft. „Stehen die Ausmaße fest, wird ausgekoffert“, so Pulido.

Auch das Haus Goethestraße 20 steht nun zum Verkauf

Die Vermarktung der Fläche ist laut Pulido in vollem Gang. „Es gibt mehrere Interessenten. Wir stehen in engen Verhandlungen.“ Vollzug kann aber nicht gemeldet werden. „So sind alle Optionen noch offen: Wir können das Grundstück verkaufen, das Bauvorhaben aber auch selbst stemmen. Und dazwischen gibt es viele andere Möglichkeiten“, sagt er und betont: „Dass wir selbst investieren, hat nicht die oberste Priorität.“

Weit fortgeschritten sind die Verhandlungen für ein anderes Grundstück im weiteren Verlauf der Straße: der Aldi-Immobilie. Das Verkaufsschild ist bereits aus dem Schaufenster verschwunden. Wolfgang Kluger von dem Mettmanner Architekten-Büro Kluger & Meerkamp bestätigt der WZ: „Das sind erfolgsversprechende Verhandlungen.“ Er erwartet, dass in den kommenden vier Wochen Vollzug vermeldet werden könne. Es sei weiter der Plan, das Gelände parallel zum benachbarten Rathaus- und Stadthallen-Areal als Wohn- und Geschäftshaus zu entwickeln. „Die Abrissgenehmigung wurde uns bereits erteilt.“

Auch auf der anderen Seite der Goethestraße am Eingang zum Spring stehen die Zeichen auf Veränderung. Eine Erbengemeinschaft veräußert das Haus Goethestraße 20. „Wir haben viele Anfragen. Es stehen einige Besichtigungstermine an“, spricht Siegfried Kopp für die Erben von einem großen Interesse. „Der Bereich ist ja auch erheblich aufgewertet worden.“ Er geht davon aus, dass der neue Besitzer die Immobilie abreißen werde. Der Bebauungsplan lässt Häuser in einer Höhe wie die benachbarten Möller-Häuser zu. Auch eine gastronomische Nutzung im Erdgeschoss sei mit dem neuen Spring-Platz absolut denkbar. Erinnerungen an das früher legendäre Café Anna Schirmke sind da erlaubt.

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