Sie organisierte das Vorzimmer für drei Bürgermeister und war Ansprechpartnerin in der Beschwerdestelle: Nach 33 Jahren geht Sigrid Zönnchen in den Ruhestand.

Sigrid Zönnchen hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag im Vorzimmer der Bürgermeisterin.
Sigrid Zönnchen hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag im Vorzimmer der Bürgermeisterin.

Sigrid Zönnchen hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag im Vorzimmer der Bürgermeisterin.

Simone Bahrmann

Sigrid Zönnchen hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag im Vorzimmer der Bürgermeisterin.

Wülfrath. Die Vorbereitungen von Verdienstkreuzverleihungen „an Menschen, die sich für andere eingesetzt haben“, war für Sigrid Zönnchen (62) immer eine Herzensangelegenheit. Auch die Planung für die Ehrenamtsehrungen bleiben ihr in guter Erinnerung. An die Chefin im Vorzimmer der Bürgermeisterin gibt es eine Vielzahl an Anforderungen. Nach 33 Jahren im Dienst der Stadt tritt sie, die für drei Bürgermeister (Ulrich Eilebrecht, Barbara Lorenz-Allendorff und Claudia Panke) das Vorzimmer organisierte, am Freitag in den Ruhestand.

Frau Zönnchen, was macht ein gutes Vorzimmer-Sekretariat aus?

Sigrid Zönnchen: Das ist vor allem Loyalität gefragt und ein Händchen fürs Organisieren. Und man muss sich kümmern können – im Interesse der Bürgermeisterin und der Bürger.

Wer ruft eigentlich im Vorzimmer häufiger an: Politiker oder Bürger?

Zönnchen: Ganz klar der Bürger. Bei mir ist ja auch die Beschwerdestelle der Stadtverwaltung angesiedelt. Da habe ich mit den Bürgern viel zu tun. Ich bin ein wenig das Ohr der Wülfrather. Ich höre deren Anliegen und kanalisiere sie, leite sie an die richtigen Stellen weiter.

Im nicht-öffentlichen Teil des heutigen Hauptausschusses geht es unter anderem um die Wiederbesetzung vakanter Stellen im Rathaus. Auch wird darüber befunden, ob die Stelle im Vorzimmer der Bürgermeisterin, wieder besetzt wird. Entschieden ist das noch nicht.

In den vergangenen Wochen sind eine ganze Reihe von Mitarbeiterinnen der Verwaltung in den Ruhestand getreten, deren Stellen sogenannte kw-Vermerke für „künftig wegfallend“ hatten. Unter anderem betroffen: die Abfallberatung und das Schulverwaltungsamt. Auch die Position der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten ist immer noch vakant.

Über drei Jahrzehnte in der Stadtverwaltung: Was war das besonders spannend?

Zönnchen: Es ist schon aufregend, wenn sich in der Führung etwas verändert. Ich fand im Rückblick aber auch die persönlichen Entwicklungsschritte immer spannend: im Meldeamt, in der Bauaufsicht, dann im Vorzimmer des damaligen Technischen Beigeordneten Schwetlick und schließlich beim Chef der Verwaltung im Vorzimmer des Bürgermeisters. Doch, Veränderungen sind immer spannend. Für mich war das immer gut.

„Doch, Veränderungen sind immer spannend. Für mich war das immer gut.“

Was werden Sie besonders vermissen?

Zönnchen: Die Kollegen. Aber auch der Kontakt zu den Bürgern. Ich war auch für die Organisation der Verdienstkreuzverleihungen zuständig. Ich habe große Achtung für die Menschen, die sich für andere eingesetzt haben.

Und was wird am kommenden Montag sein? Kommt nach der Unruhe in der Behörde das Ausruhen zu Hause?

Zönnchen (schmunzelt): Ja, vielleicht. Ich werde mir auf jeden Fall Zeit nehmen. Ich kann ja dann mit meinem Mann und meinen Freundinnen einiges mehr und flexibler unternehmen.

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