Die ehemalige Grundschule in Rohdenhaus soll Baugrundstücken weichen. Der frühere Jugendclub bleibt stehen.

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Die ehemalige Grundschule Rohdenhaus soll abgerissen werden.

Die ehemalige Grundschule Rohdenhaus soll abgerissen werden.

Simone Bahrmann

Die ehemalige Grundschule Rohdenhaus soll abgerissen werden.

Wülfrath. Die ehemalige Grundschule Rohdenhaus soll abgerissen werden. Der Jugendclub am Angerweg, den der Bürgerverein Rohdenhaus als Bürgerzentrum nutzt, soll stehen bleiben.

Ein Verkauf ist für die Verwaltung keine Option mehr. „Dafür muss aber der Ratsbeschluss über den Verkauf geändert werden“, sagt Liegenschaftsamtsleiter Klaus Biederbeck auf Nachfrage.

„Interessenten haben den Widerstand im Stadtteil gegen einen Verkauf mitbekommen.“

Klaus Biederbeck, Leiter des Liegenschaftsamtes, über den gescheiterten Verkauf des Jugendclubs

Aussichten auf einen Verkaufserfolg beim Jugendclub hegt die Verwaltung nicht mehr. Werbung auf verschiedenen Immobilienportalen im Internet und zahlreiche Einzelverhandlungen mit Interessenten hat es gegeben. Sogar ein spezialisiertes Maklerbüro wurde mit der Vermarktung beauftragt.

„Das hat aber nach zwei Jahren den Auftrag wegen Unverkäuflichkeit aufgegeben“, sagt Biederbeck. Ein Grund, so der Amtsleiter: „Interessenten haben den Widerstand im Stadtteil gegen einen Verkauf mitbekommen und dann Abstand von ihrem Interesse genommen.“

Die Mieter im Haus seinen ein weiterer Grund dafür gewesen, warum der „Club“ unverkäuflich blieb. Laut Biederbeck soll der Jugendclub im Konzept „Zentrum Rohdenhaus“ eine wesentliche Rolle spielen. Er soll für Belange und Zwecke der Einwohner erhalten werden.

Ein Teil des Grundstücks könnte für Wohnbebauung veräußert werden. „Den Erhalt können wir natürlich nur begrüßen. Das ist eine gute Nachricht“, freut sich Alexander Faoro, Vorsitzender des Bürgervereins, über die Entwicklung.

Verwaltung erstellt ein Konzept für die Nutzung der Grundstücke

In der Verwaltung wird zurzeit ein Nutzungskonzept für die städtischen Grundstücke in Rohdenhaus erstellt. Bis zum Sommer soll es der Politik präsentiert werden. Eckpunkte erläutert Biederbeck bereits der WZ.

Für das Grundschulgebäude mit seinem erheblichen Unterhaltungsstau sei keine Folgenutzung abzusehen. Noch in diesem Jahr soll es deshalb abgerissen werden. Geld dafür soll in dem noch nicht eingebrachten Haushaltsplanentwurf 2012 eingesetzt sein.

Das Ziel: Das Gelände – etwa 6500 Quadratmeter groß – soll für die Selbstvermarktung frei bebaubarer Grundstücke hergerichtet werden. Der Bolzplatz soll erhalten, ein neuer Spielplatz errichtet werden. Der wäre dann für das Gelände am Jugendclub vorgesehen.

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