Die Oldie-Party wurde wieder ihrem Ruf gerecht – dank bester handgemachter Musik.

Roy Hammer hatte sein Publikum gut im Griff.
Roy Hammer hatte sein Publikum gut im Griff.

Roy Hammer hatte sein Publikum gut im Griff.

Stefan Fries

Roy Hammer hatte sein Publikum gut im Griff.

Ratingen. Es ist ein Lied, das bei keiner ausgelassenen Kellerparty fehlen durfte, ein Lied, das aus scheppernden Autoradios knalliger VW-Käfer tönte. "Get your kicks on Route 66", bekannt durch die Rolling Stones, lässt Erinnerungen wieder aufleben.

"Das Lied hat man überall gehört. Genauso wie ‚Satisfaction’. Ich kann mich noch genau an meinen perlweißen Käfer erinnern. Da spielte ich das Lied rauf und runter", erzählt Herbert M. (64).

Zwei Bands spielen vor ausverkauftem Zelt

Bei der 15. Oldie-Party im Schützenzelt an der Brückstraße sorgten am Freitagabend Songs aus den 60ern und 70ern für nostalgische Gefühle und Party-Stimmung. Zum Auftakt des Schützen- und Heimatfestes der Ratinger Bruderschaft St. Sebastiani wurde bei der traditionellen Oldie-Party der alte Hüftschwung wieder in Bewegung gesetzt, während die überregional bekannten Bands "Obergärig" und "Roy Hammer und die Pralinées" auf der großen Bühne für den perfekten Einstieg in die Festlichkeiten alles gaben.

Im ausverkauftem Festzelt tanzten Jung und Alt bei solidem Gitarrenrock und deutschen Schlagern bis in die Nacht.

Grund genug für Gero Keusen, 2. Vorsitzender der Bruderschaft, mehr als zufrieden zu sein: "Die Oldie-Party ist einfach jedes Jahr aufs neue Anziehungspunkt für viele Ratinger.

Wer einmal hier war, kommt immer wieder." Ein halbes Jahr haben die Vorbereitungen gedauert, eine Aufgabe für das Brasselkommando unter der Leitung von André Franken und Rainer Aprath.

Neu in diesem Jahr ist die Sekt- und Cocktailbar, die mit fruchtigen Cocktails, Palmen und Bastmatten die Besucher begeistert. "Ich besuche die Oldie-Party, so lange ich zurückdenken kann.

Die gehört zu Ratingen einfach dazu", sagt Sandra Böthling. Dass sie mit ihren 25 Jahren nicht mit den echten Oldies in Erinnerungen schwelgen kann, spielt für sie keine Rolle: "Gerade die alten Lieder höre ich gerne. Da kann man einfach super zu tanzen!"

Status Quo & Co. sind Stimmungsgaranten

DJ Christoph sorgt dafür, dass die Partystimmung im Zelt nicht abkühlt. Er weiß, was die Besucher hören wollen: "Status Quo und Deep Purple - das kommt jedes Jahr gut an!" Toni F. hofft derweil auf den Klassiker "Marmor, Stein und Eisen bricht": "Aber das Original von Drafi Deutscher.

Als das Lied heraus kam, habe ich noch in München gelebt. Da wurde das auf jeder Keller-Party gespielt. Das war klasse!" Die Lust am Tanzen hat der 69-Jährige bis heute nicht verloren. "Ob Kellerpartys oder Mumienschieben - ich bin immer dabei", sagt er und lacht.

Als "Obergärig" die Hits und Klassiker einer großen Zeit rockt, kann keiner mehr stillstehen. Mehrstimmiger Satzgesang und satter Instrumentalsound statt Altherren-Kapelle: "Einfach super hier. Mit der Musik bin ich aufgewachsen. Klar, dass die gefällt", sagt Frank Nowoty (50). Da drehen die jung gebliebenen Ratinger sowie die Jugend gerne die Zeit um 30 Jahre zurück.

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