Die Solaranlage auf dem Dach wurde am Montag eingeweiht – der Gewinn aus einem Wettbewerb.

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Vor der Installation bauten die Schüler erst einmal ein Modell der Anlage.

Vor der Installation bauten die Schüler erst einmal ein Modell der Anlage.

Auf dem Dach des Verwaltungstraktes der Friedrich-Ebert-Realschule packten die Schüler beim Aufbau kräftig mit an.

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Vor der Installation bauten die Schüler erst einmal ein Modell der Anlage.

Ratingen. Die Friedrich-Ebert-Realschule ist jetzt unter die Stromerzeuger gegangen: Mit einer Kollektorfläche von 23,4 Quadratmetern werden jährlich 2800 Kilowattstunden Energie aus Sonnenlicht erzeugt. Seit am Montag läuft die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schule an der Philippstraße: Friedrich Schnadt, Geschäftsführer der Stadtwerke, legte bei der offiziellen Einweihung den Schalter um. Viel Engagement und Fleiß waren nötig, um dieses Projekt zu stemmen.

Die Schüler installierten die Anlage selbst auf dem Schuldach

Angefangen hatte alles im Frühjahr 2008, als die Friedrich-Ebert-Schule beim von den Stadtwerken ausgelobten Schülerwettbewerb "Sonne, Wasser, Wind - Energie gewinnt" siegte. Dafür gab es 5000 Euro Preisgeld. Die Stadtwerke legten 15.000 Euro drauf und sicherten damit die Finanzierung der Photovoltaikanlage.

Innerhalb von drei Wochen bauten 21Schüler des Physikkurses der Klasse 10 die Anlage auf dem Dach der Schulverwaltung. Mit Unterstützung eines Elektroinstallateurs und Mitarbeitern der Stadtwerke wurden die Solarmodule samt Unterbau aufs Dach geschafft, positioniert und angeschlossen.

Schulleiterin Angelika Melzer erinnert sich gut daran, wie begeistert die Schüler bei der Arbeit waren. ",Das ist einfach geil’, sagten die Schüler immer wieder," so Melzer. Schüler Marius Völpel (14), der am Modell der Anlage mitgewirkt hatte, sagte:

"So macht Unterricht Spaß, viel besser als nur graue Theorie." Auch Matthias Georg (16) hat sich durch diese Aktion vom Ökofieber anstecken lassen: "Ich gehe jetzt viel bewusster mit Strom um, habe mir Mehrfachstecker zugelegt, um die Standby-Funktion ausschalten zu können."

Zu der Einweihung der Photovoltaik-Anlage hatten die Stadtwerke auch ihre über 100 Ökostrom-Kunden eingeladen. Schließlich wurde die Anlage auch aus dem Aufpreis, den die Ökostrom-Kunden bezahlen, finanziert. Kundin Ursula Wittmann: "Der Strom ist zwar ein bisschen teurer, aber weil damit etwas für die Umwelt, das Klima und die Zukunft getan wird, ist es mir den Mehrpreis wert."

Angelika Melzer freut sich jetzt, dass über ihre Schule jährlich 2800 Kilowattstunden Solarstrom ins Netz eingespeist werden. Dafür bekommt der Förderverein der Friedrich-Ebert-Schule eine entsprechende Gutschrift. Und außerdem werden so noch 2400 Kilo CO2-Emissionen eingespart.

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