Agenda 21 hofft auf 35000 Euro von der Stadt und viele Spenden.

Der Standort von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Port-au-Prince wurde durch das Erdbeben ebenfalls zerstört.
Der Standort von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Port-au-Prince wurde durch das Erdbeben ebenfalls zerstört.

Der Standort von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Port-au-Prince wurde durch das Erdbeben ebenfalls zerstört.

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Der Standort von „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“ in Port-au-Prince wurde durch das Erdbeben ebenfalls zerstört.

Ratingen. "Was die Armen betrifft, weiß ich wirklich nicht, was ich sagen soll. Sie sind auf der Straße. Sie haben weder warme Decken, noch eine Plastikplane, noch zu trinken, noch zu essen. Vor einigen Tagen war ich unterwegs, als es zu regnen anfing. Ich fing sofort an zu beten. Wo würden eine bis zwei Millionen Menschen die Nacht verbringen, wenn es regnete?" Ein Auszug aus einem Bericht von Marie-Josée Laguerre von der Haiti-Kinder-Hilfe, der ebenso betroffen macht wie die vielen Bilder, die um die Welt gingen.

Mehr als 20 Ratinger Organisationen ziehen an einem Strang

Der Antrag der Bürger-Union, 35000 Euro aus dem Stadtsäckel für die Erdbebenopfer in Haiti zu spenden, wird von der Agenda21Ratingen unterstützt. In der Agenda sind mehr als 20Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, die in vielen Ländern der Welt helfen. Zwei Vereine, "Haiti Kinder Hilfe" und "Unsere kleinen Brüder und Schwestern", wollen mit der Agenda und dem Arbeitskreis "Eine Welt für alle" beim Bürgermeister und im Rat für den Antrag der Bürger-Union werben.

Die Organisationen sprechen sich dafür aus, dass die Hilfe aus Ratingen in Projekte fließt, die beide Vereine schon seit Jahren unterstützen. Maria-Eugenia und Ulrich Knille engagieren sich für den von Pater William Wasson ins Leben gerufenen Verein "Kleinen Brüder und Schwestern" und sammeln für Kinderheime, Schulen und Krankenhäuser in Haiti. "Viele Einrichtungen sind zerstört, brauchen Hilfe", weiß das Ehepaar.

Die Ratinger Initiativen haben für Haiti ein Konzept ausgearbeitet, das sich an den Erfahrungen der Ratinger Hilfe nach der Tsunami-Katastrophe in Indien orientiert und das auf eine kontrollierte Langfristigkeit setzt. "Wir sind jetzt mit Haiti gefordert", sagen Jürgen Oestereich und Joachim Petzschmann vom "Forum Friedensdienst" und hoffen auch auf viele Spenden aus der Bevölkerung. Maria-Eugenia Knille (Telefon 02102/913888) sucht Geschäfte, in denen sie Sammelbüchsen aufstellen kann. Außerdem können die Ratinger per Überweisung spenden.

 

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