Panne: Die Stadtwerke müssen Wasserzähler zum zweiten Mal ablesen.

Ratingen. Hat man keine Arbeit, macht man sich welche: Hatten die Stadtwerke im November ihre Mitarbeiter zum Zählerablesen in die Ratinger Haushalte geschickt, klingelten diese ein paar Wochen später schon wieder an den Haustüren - zum Zählerablesen. Grund: Die Mitarbeiter hatten festgestellte Verbrauchswerte in ein elektronisches Erfassungserät eingegeben, bei den Gartenwassserzählern waren zudem Seriennummer und Eichgültigkeit erfasst sowie ein Foto des Zählers gemacht worden.

Beim Übertragen der Daten auf den Stadtwerkerechner gab es wegen Problemen mit der Schnittstelle eine dumme Panne: Viele Daten kamen nicht dort an, wo man sie haben wollte, sondern verschwanden im Bit- und Byte-Nirwana. Folglich mussten die Mitarbeiter in etlichen Haushalten ein zweites Mal vorbeischauen. "Wir müssen die Zähler bei uns datentechnisch hinterlegen", begründete Frank Liesendahl, stellvertretender Vertriebsleiter der Stadtwerke, den Aufwand. Denn seit die Stadtwerke im Auftrag der Stadt auch die Abrechnung über die Abwassergebühren erstellen, brauchen sie genaue Unterlagen über die Gartenwasserzähler. Deren Verbrauch wird bei der Abwasserberechnung gutgeschrieben.

Bei der Erfassung flogen auch schwarze Schafe auf

3239 Gartenzähler sind aktuell registriert. Mit der systematischen Erfassung haben die Stadtwerke jetzt erstmals auch Unterlagen über die Eichgültigkeit der Geräte. Nach sechs Jahren müssen diese nämlich ausgetauscht werden. Nebenbei sind auch einige schwarze Schafe aufgeflogen, die Zähler gemeldet hatten, wo keine waren. "Wir behalten uns auch weiterhin Stichproben vor", so Liesendahl. Besonders auch dann, wenn es Ausreißer bei den Verbräuchen gibt.

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