Kritik an Personalausgaben der Stadtverwaltung.

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Kontaktpflege war groß geschrieben beim Neujahrsempfang des Unternehmensverbandes: UVR-Vorsitzender Jürgen Winkelmann im Gespräch mit Jörg Buschmann (Sparkasse HRV), Axel Mauersberger (UVR-Geschäftsführer) und Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe; v.r.).

Kontaktpflege war groß geschrieben beim Neujahrsempfang des Unternehmensverbandes: UVR-Vorsitzender Jürgen Winkelmann im Gespräch mit Jörg Buschmann (Sparkasse HRV), Axel Mauersberger (UVR-Geschäftsführer) und Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe; v.r.).

Pierre Hohn

Kontaktpflege war groß geschrieben beim Neujahrsempfang des Unternehmensverbandes: UVR-Vorsitzender Jürgen Winkelmann im Gespräch mit Jörg Buschmann (Sparkasse HRV), Axel Mauersberger (UVR-Geschäftsführer) und Hildegard Weidenfeld (Vorsitzende der Lebenshilfe; v.r.).

Ratingen. Lockere Gespräche, beste Wünsche fürs neue Jahr, Kontaktpflege - beim Neujahrsempfang des Unternehmensverbandes Ratingen (UVR) traf sich am Mittwochabend in der Dumeklemmerhalle alles, was in der Ratinger Wirtschaft, aber auch in Politik und Verwaltung Rang und Namen hat.

Jürgen Winkelmann (Cemex), seit Herbst neuer Vorsitzender des UVR, nutzte den üblichen Rück- und Ausblick zu einer Standortbestimmung - nicht nur der Unternehmen, sondern auch der Stadt.

Die Stimmung in der Unternehmerschaft hellt sich auf

Erwartungsgemäß fiel der Rückblick auf 2009 getrübt aus - "ein Jahr, das nicht in guter Erinnerung bleiben wird". Viele Unternehmen hätten deutliche Einbrüche verkraften müssen, aber: "Jedes fünfte Unternehmen schnitt besser ab als 2008."

Mit hohen Erwartungen, aber auch mit Bangen schaue man auf 2010. Die Hälfte der Unternehmen erhofft sich einen Aufschwung, ein Fünftel fürchtet weitere Probleme. Doch generell helle sich die Stimmung auf, sagte Winkelmann.

Davon könne bei den Kommunen keine Rede sein: Sie werden die Krise mit Verzögerung zu spüren bekommen. Winkelmann forderte eine parteiübergreifende Sparpolitik: "Ratingen hat trotz der Krise kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem", sagte er. Ratingen habe sich viel zu lange zu hohe Standards gegönnt. Langfristig müsse unbedingt auf die Ausgabenbremse getreten werden - besonders beim Personal.

Ungewöhnliche Töne schlug der UVR-Vorsitzende bei einem Thema an, das er zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit machen will: Integration. Jeder sechste Einwohner sei Ausländer oder habe einen Migrationshintergrund - insgesamt 16000 in Ratingen. In der Stadt werde schon viel für die Integration getan, "aber auch wir Unternehmer und Manager sind in der Pflicht".

Als Gastredner sprach der neu gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Beyer über "die ersten 100 Tage" es neuen Bundestages. Danach gab es im karnevalistisch dekorierten Angersaal der Stadthalle Orden vom frisch gekürten Prinzenpaar.

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