Der alternative Weihnachtsmarkt von St. Peter und Paul boomt. Bei den Kindern steht die Vorlesehütte in der Gunst ganz weit oben. Dort können sie gemeinsam singen und Weihnachtsgeschichten hören.

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Pfarrer Benedikt Bünnagel erzählte in der Vorlesehütte himmlische Geschichten, bei denen die Kinder ergriffen lauschten – oder wegdösten.

Pfarrer Benedikt Bünnagel erzählte in der Vorlesehütte himmlische Geschichten, bei denen die Kinder ergriffen lauschten – oder wegdösten.

Pierre Hohn

Pfarrer Benedikt Bünnagel erzählte in der Vorlesehütte himmlische Geschichten, bei denen die Kinder ergriffen lauschten – oder wegdösten.

Ratingen. Er ist das Kontrastprogramm zum Ratinger Weihnachtsmarkt mit all seinen bunten Lichtern, dem Karussell und dem bisweilen hektischen Gedränge: Der alternative Weihnachtsmarkt, den die Gemeinde St. Peter und Paul organisiert. Dort finden die Besucher, was eigentlich zur Weihnachtszeit dazugehört, aber schon lange nebensächlich geworden ist: Ruhe und Besinnlichkeit.

Geboren wurde die Idee vor ein paar Jahren, als man angesichts des bisweilen lärmenden Treibens auf dem Weihnachtsmarkt überlegte, wie man den ursprünglichen Geist der Weihnacht wiederbeleben könnte. Und gerade das gefällt den Besuchern des kleinen, überschaubaren Marktes.

Bei Kindern sind die lebende Krippe und die Vorlesehütte beliebt

"Diese ganze Ramba-Zamba-Musik unten auf dem städtischen Weihnachtsmarkt ist doch schrecklich, da kommt gar keine richtige Weihnachtsstimmung auf. Die Stände hier oben auf dem Kirchenvorplatz gefallen mir viel besser: Es ist alles mit Liebe selbst hergestellt worden", schwärmt Elvira Huckenbeck.

Renate Bongers vom Verein "Paten Indischer Kinder" fügt hinzu: "Weil er eben nur an zwei Wochenenden stattfindet, wird das alles nicht so kommerziell - und genau das ist ja unser Wunsch. Wir verkaufen hier nur Selbstgemachtes, mit dem wir anderen Menschen helfen können."

Auch Martina Zimmermann, die mit der Familie über den Weihnachtsmarkt schlendert, ist begeistert: "Das ist für mich der Inbegriff eines Weihnachtsmarktes: Menschen, die sich einsetzen, etwas, das den Sinn von Weihnachten zeigt."

Bei den Kindern steht die Vorlesehütte in der Gunst ganz weit oben. Dort können sie gemeinsam singen und Weihnachtsgeschichten hören. Pfarrer Benedikt Bünnagel greift dabei selbst zum Buch oder zur Gitarre.

"Das ist das Schönste hier", sagt die vierjährige Aurelia, und ihr kleiner Bruder Max stimmt zu: "Das Vorlesen war toll." Neben den Verkaufsständen, der Vorlesehütte, einem Begegnungszelt und einer lebendigen Krippe bietet der Weihnachtsmarkt natürlich auch viele weihnachtliche Leckereien.

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