Altweiber: Weit über 1000 Jugendliche feierten am Donnerstag zuerst auf dem Marktplatz, dann bei der Superparty in der Dumeklemmerhalle.

Ratingen. "Klasse, das läuft bisher alles super!" Piet Frohnhoff vom Jugendamt ist zufrieden. Auf dem Markt tummeln sich zur Mittagszeit rund 1500 Jugendliche, die zum traditionellen Altweiber-Treff zusammengekommen sind. Ausgelassen, viele auch angeheitert, tanzen sie zu den dröhnenden Bässen aus den Boxen. Es duftet nach gegrillten Bratwürsten, die von der evangelischen Kirchengemeinde unter die jecke Jugend gebracht werden. Auch Kaffee und Kuchen ist an dem Stand zu haben. Ansonsten sind die Jugendlichen Selbstversorger, haben in ihren Taschen und Rucksäcken ihre Getränke mitgebracht.

20 Sicherheitsleute und die Polizei beobachten das jecke Treiben

Frohnhoff und Mitarbeiter von Jugend- und Ordnungsamt schauen schon genau hin, wer sich eine Bierflasche an die Lippen setzt. Rings um den Marktplatz sind auch insgesamt 20 Sicherheitsleute postiert, die das bunte Treiben beobachten. Auch die Polizei ist präsent - und zufrieden: "Bislang alles ruhig", lautet die Bilanz. Gespannt warten alle auf den Nachmittag. Dann soll die Jugend in der Stadthalle abfeiern. Über 1000 Eintrittskarten wurden im Vorverkauf abgesetzt.

14.14 Uhr war als Beginn geplant, doch um diese Zeit herrscht in der Stadthalle noch "tote Hose". Gegen 16 Uhr ist der der Saal rappelvoll. Gut 1000 junge Leute tanzen und feiern. Und es werden immer mehr, am Abend schätzt man die besucherzahl auf 1800.

Innendrin hatte sich die Dumeklemmerhalle zur Großraumdisko verwandelt, mit riesengroßer Lichtanlage und ansehnlichem DJ-Pult. Und das kommt bei den Jugendlichen verdammt gut an. "Das ist echt eine super Party. So habe ich mir das vorgestellt", sagt Maike Schmitt.

Alkoholkontrollen am Eingang finden breite Zustimmung

Dass in der Stadthalle nur Bier und keine anderen alkoholischen Getränke verkauft werden, und die Security-Leute am Eingang die Leute abtasten, ob sie Flaschen in den Taschen verstecken, findet die 17-Jährige gut. "Schnapsleichen sind eh unangenehm und vermiesen einem die Stimmung."

Zu früh zur Party gekommen, sind Sabrina Markiefka (19) und Jacqueline Müller (21). Denn nachmittags waren vor allem die 14- bis 17-Jährigen in der Dumeklemmerhalle. Die Älteren kamen erst abends, um abzurocken. "Das ist blöd, dass hier so viele junge Leute sind", sagt Sabrina.

Ob älter oder jünger - das ist Tim Ludwig dagegen total egal. Er will einfach nur gute Laune haben und feiern. "Und das kann man hier sehr gut. Auch der Ort gefällt mir", sagt der 18-Jährige, der aus Mettmann nach Ratingen gekommen war. "Im Vergleich zum Kreishaus ist die Halle hier doch super, um so eine Party zu feiern", sagt er und rauscht ab auf die Tanzfläche, wo noch bis Mitternacht das Jungvolk feierte.

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