Wer sich in Ratingen für die Allgemeinheit einsetzt, erhält künftig Vergünstigungen.

wza_1174x1088_493108.jpeg
Christof Eichert und Ulli Sommer vom Landesfamilienministerium mit Sozialamtsleiter Erhard Raßloff bei der Ausgabe der ersten Ehrenamtskarten.

Christof Eichert und Ulli Sommer vom Landesfamilienministerium mit Sozialamtsleiter Erhard Raßloff bei der Ausgabe der ersten Ehrenamtskarten.

Stadt

Christof Eichert und Ulli Sommer vom Landesfamilienministerium mit Sozialamtsleiter Erhard Raßloff bei der Ausgabe der ersten Ehrenamtskarten.

Ratingen. Die einen helfen Kindern bei den Hausaufgaben, die anderen kaufen für Senioren ein oder trainieren Behinderte im Sportverein - ehrenamtliche Helfer sind überall. Und ohne sie wäre das Leben in der Stadt kaum denkbar. Zum Glück gibt es in Ratingen viele Bürger, die mit anpacken, ohne dabei aufs Geld zu schauen. Etwa 23 000 sind es, also etwa jeder fünfte Ratinger, schätzt Sozialamtsleiter Erhard Raßloff.

Damit das auch so bleibt, tut sich in der Stadt seit zweieinhalb Jahren vieles, um das Ehrenamt zu stärken. So lange gibt es nun die Freiwilligenbörse, die engagierte Bürger dorthin vermittelt, wo sie sich einbringen können. Am Donnerstag war ein besonderer Tag für die Organisatoren: Die ersten 56 Ratinger erhielten die "Ehrenamtskarte NRW". Die Plastikkarte ist vor allem eine Geste des Dankes.

Wer eine besitzt, erhält damit Vorteile, die bares Geld wert sind. 18 Ratinger Einrichtungen und Firmen beteiligen sich bisher und sind ab sofort Akzeptanzstellen für die goldgelbe Karte. Im Industriemuseum gibt es 25 Prozent auf den Eintrittspreis, in einer Goldschmiede zehn Prozent auf jedes Schmuckstück, bei einer Bäckerei kosten Brot und Brötchen weniger und so weiter. Die Karte gilt dabei landesweit, wer also zufällig in Mülheim schwimmen gehen will, kann auch das zum halben Preis tun.

"Ehrenamtskarte ist auch Auszeichnung für die Stadt"

Ratingen gehört zu den ersten zehn Städten in NRW, die für die Einführung der Ehrenamtskarte ausgewählt wurden. Das bestätigte am Donnerstag auch Christof Eichert, Abteilungsleiter beim Landesfamilienministerium: "Deshalb ist die Ehrenamtskarte auch eine Auszeichnung für die Stadt", sagte er. Auch Bürgermeister Birkenkamp war bei der Feierstunde im Haus des SkF dabei. Er überreichte die Urkunden und die Plastikkarten. "Das Ehrenamt ist das Salz in der Suppe der Gemeinwesenarbeit", sagte Birkenkamp. Und: "Die Freiwilligenbörse ist gewissermaßen der Salzstreuer."

Wer eine der Ehrenamtskarten haben möchte, kann sie bei der Freiwilligenbörse beantragen. Voraussetzung ist lediglich, dass mindestens fünf Stunden wöchentlich seit mindestens zwei Jahren für die Allgemeinheit geleistet werden. Nähere Informationen gibt die Freiwilligenbörse.

In Ratingen gibt es bisher Rabatte bei: Astoria Hotel, "connect" Mobiltelefone, "moves woman" Back Bakery, DRK, "die neue Hose", Goldschmiede Willy Badry, Ursula Raßloff Kosmetik, Restaurant Lavanta, L. Marie Dessous, Anwälte Matyssek&Kirchmann, Meeres-Buffet Kasper, Institut Modern Harmony, Obertor-Apotheke, Reisebüros Tonnaer und Tui, TSV Ratingen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer